Tag vier im Prozess gegen Marius Borg Høiby, den ältesten Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit, brachte neue Wendungen. Der 29-Jährige steht wegen Vergewaltigung und sexuellem Missbrauch mehrerer Frauen vor Gericht.
An den beiden vorangegangenen Verhandlungstagen zeigte er bei seiner Vernehmung Tränen.
Die Anklage umfasst 38 Punkte, im schlimmsten Fall drohen ihm bis zu 16 Jahre Haft. Marius sitzt derzeit in Untersuchungshaft. Im Fokus der heutigen Verhandlung steht das mutmaßliche Opfer ("Skaugum-Frau") der Partynacht auf Schloss Skaug im Dezember 2018. Die Polizei vermutet, dass er die Frau gefilmt und sie in einer Situation missbraucht haben könnte, in der sie sich nicht wehren konnte.
Für Aufsehen sorgte eine SMS, die während der Befragung einer Zeugin präsentiert wurde. Laut "Bild" hatte die Frau an der besagten Party teilgenommen und berichtete, eine Nachricht der "Skaugum-Frau" erhalten zu haben. Darin heißt es: "Du hast die legendäre After-Party bei Mette-Marit verpasst."
Diese Aussage wirft Fragen über die Wahrnehmung und den Ablauf der Nacht auf. Weitere Zeugen werden im Laufe des Tages gehört, um den Ablauf der Party genauer zu rekonstruieren. Ob die SMS den Fall entscheidend verändert, bleibt offen.