Nach neuen Enthüllungen im Epstein-Skandal steht Kronprinzessin Mette-Marit seit Tagen unter Druck. In einer offiziellen Erklärung entschuldigte sich die 52-Jährige sowohl beim König als auch beim gesamten norwegischen Volk für ihre Verbindungen zu Jeffrey Epstein.
"Ich möchte mich zutiefst entschuldigen für meine Freundschaft mit Jeffrey Epstein. Es ist mir wichtig, mich bei allen zu entschuldigen, die ich enttäuscht habe", heißt es in der Mitteilung. Sie räumte ein, dass ein Teil der Nachrichten zwischen ihr und dem verurteilten Sexualstraftäter "nicht dem Menschen entspricht, der ich sein möchte".
Die aktuellen Akten zeigen, dass Mette-Marits Kontakt zu Epstein intensiver war als bisher bekannt. Entgegen ihrer früheren Aussage von 2019, dass der Kontakt bereits 2013 beendet worden sei, besuchte die Kronprinzessin ihn tatsächlich 2013 persönlich und traf ihn während eines Urlaubs in der Karibik sogar im Beisein ihrer Kinder.
Außerdem wurden flirtende E-Mails von Mette-Marit an den verurteilten Sexualstraftäter öffentlich, unter anderem mit der Frage, ob es unangemessen sei, ihrem damals 15-jährigen Sohn Marius zwei nackte Surferinnen als Hintergrundbild vorzuschlagen.
Der Skandal belastet das norwegische Königshaus erheblich. Mette-Marits Sohn Marius steht derzeit in Oslo vor Gericht, ihm werden unter anderem Vergewaltigung und sexueller Missbrauch mehrerer Frauen vorgeworfen. Unterdessen hatte der Hof kürzlich die Kommentarfunktion unter royalen Fotos auf Instagram und Facebook gesperrt – besonders unter Bildern der Kronprinzessin häuften sich in den vergangenen Tagen Negativkommentare.
"Ich bedauere auch die Situation, in die ich das Königshaus gebracht habe, insbesondere den König und die Königin", schreibt die 52-Jährige in ihrem Statement. Der Hof unterstreicht, dass sich die Kronprinzessin entschieden von Epsteins Übergriffen distanziert und bedauert, "dass sie nicht früh genug erkannt hat, was für ein Mensch er war". Gleichzeitig betont der Hof, dass Mette-Marit Zeit benötige, um sich zu sammeln und ausführlicher über die Vorfälle berichten zu können.