Sport

Kofler sagt "Schlieri" den Kampf im Kessel an

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:30

Mit einem Dreifach- und Doppelsieg, der Führung in der Tournee-Wertung und einer großen Portion Selbstvertrauen im Gepäck nehmen die ÖSV-Skispringer am Dienstag die Qualifikation (ab 13.45 Uhr) am Bergisel in Angriff. Vor dem Absprung in Innsbruck sprechen "Schlieri", Kofler und Morgenstern über den Tournee-Sieg, die Konkurrenz, Rekorde und eine Million Schweizer Franken.

Mit einem Dreifach- und Doppelsieg, der Führung in der Tournee-Wertung und einer großen Portion Selbstvertrauen im Gepäck nehmen die ÖSV-Skispringer am Dienstag die Qualifikation (ab 13.45 Uhr) am Bergisel in Angriff. Vor dem Absprung in Innsbruck sprechen "Schlieri", Kofler und Morgenstern über den Tournee-Sieg, die Konkurrenz, Rekorde und eine Million Schweizer Franken.

Mit der internationalen - allen voran der Japaner Daiki Ito auf Platz drei - und der teaminternen Konkurrenz will sich Gregor Schlierenzauer vorerst nicht beschäftigen. Vielmehr denkt er an das mit 22.000 Zuschauern ausverkaufte Heimspiel. "Es ist natürlich eine besondere Situation, mit zwei Siegen im Gepäck nach Innsbruck zu kommen. Bergisel - das sind Emotionen und Gänsehaut pur. Ich werde versuchen, meinen roten Faden durchzuziehen und bei mir zu bleiben", meinte Schlierenzauer, der auf seiner Hausschanze 2010 bereits einmal gewonnen hat.

Schlierenzauer trennt nach seinem 38. Weltcupsieg nur noch ein Erfolg von dem in der ewigen Siegesrangliste zweitplatzierten Polen Adam Malysz. Und auch der einzig vom Deutschen Sven Hannawald 2002 geschaffte Tournee-Grand-Slam ist gefährdet.

"Geld ist nicht der Hauptantrieb"
An all das und die für vier Siege ausgelobte Prämie von einer Million Franken (820.000 Euro) verschwendet Schlierenzauer aber nur wenig Gedanken. "Damit befasse ich mich sehr wenig. Es ist natürlich unglaublich, dass ich in jungen Jahren schon so viel gewonnen habe. Aber jetzt ist nicht die Zeit, an die Rekorde zu denken. Ich bin voll auf die Tournee fokussiert", bekräftigte er. Natürlich sei Geld eine angenehme Nebenerscheinung, es sei aber nicht sein Hauptantrieb. "Die Emotionen, die Freude am Skispringen und vor allem die Gesundheit sind mir wichtig", so der im Vorjahr verletzungsgeplagte Tiroler.

Kofler sagt "Schlieri" den Kampf an
Andreas Kofler fehlt der prestigeträchtige Bergisel-Titel noch. "Ich bin gut in Form, das ist beruhigend. Ich war dort noch nie auf dem Podest, aber es ist in den letzten Jahren immer besser geworden. Der Kampf am Bergisel kann beginnen", bekräftigte der Tournee-Zweite, dem 22,2 Punkte auf Schlierenzauer fehlen.

"Das Kessel-Feeling ist einmalig"
Innsbruck- und Tournee-Titelverteidiger Thomas Morgenstern liegt nach seinem sechsten Rang in Garmisch nur 0,1 Punkte hinter Ito auf Platz vier. Der Kärntner kommt laut eigenen Angaben trotz des verpassten Podestplatzes in Garmisch in bester Verfassung nach Innsbruck. "Ich hatte noch nie ein so gutes Gefühl nach Garmisch. Die Vorfreude auf Innsbruck ist groß, das Kessel-Feeling im Stadion ist einmalig und ich habe gute Erinnerungen an Innsbruck", erklärte Morgenstern.

Der Kärntner betonte, dass ihm derzeit einfach einige Kleinigkeiten und auch das nötige Glück fehlen würden. "Das ist eine gute Geduldsprobe, ich werde mich aber nicht in Resultaten verkopfen. Ich bin auf einem guten Weg, vielleicht komme ich diesmal erst später in Hochform", so Morgenstern.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen