Koller über Alaba-Verletzung: "David geht es nicht so gut"

Das 1:1 im Test-Länderspiel zwischen Österreich und Bosnien-Herzegowina dürfte für David Alaba einen bösen Ausgang genommen haben. Der Bayern München-Legionär wurde kurz vor der Pause behandelt, blieb nach dem Seitenwechsel in der Kabine. Vieles deutet auf eine schlimmere Verletzung hin.
Das-Legionär wurde kurz vor der Pause behandelt, blieb nach dem Seitenwechsel in der Kabine. Vieles deutet auf eine schlimmere Verletzung hin. 

Kurz vor der Pause musste David Alaba nach einem Zweikampf mit Ermir Bicakcic behandelt werden, kam vor dem Seitenwechsel nicht mehr zurück ins Spiel: "David musste am Knie behandelt werden. Ein Gegenspieler ist auf sein linkes Knie gefallen. Er hat einen Stich verspürt." Genaueres war dem -Teamchef nach der Partie noch nicht bekannt, Koller fügte aber hinzu: "Es geht ihm nicht so gut."


Am Mittwoch wird Alaba bei Bayern-Arzt Müller-Wohlfahrt untersucht. Erste Vermutungen gehen in Richtung Innenbandeinriss, damit müsste der Wiener etwa zwei Monate pausieren.

Auch Marc Janko und Julian Baumgartlinger mussten angeschlagen ausgetauscht werden. Der Torschütze blieb genauso wie Alaba in der Halbzeitpause in der Kabine. "Marc hat schon länger mit der Schulter Probleme. Der Muskel hat zugemacht." Julian Baumgartlinger spuckte nach Angaben Kollers Blut und hatte Halsschmerzen und wurde deshalb aus dem Spiel genommen. Der Mainz-Legionär gab aber nach dem Spiel Entwarnung: "Nix passiert!" Alaba und Janko hingegen hätten durchspielen sollen.

Koller ortete "zu viele Abspielfehler"

Das Länderspiel selbst sah Koller als guten Test für das schwere Auswärtsspiel in Russland, das im Juni bevorsteht. "Es war ein gutes Spiel gegen einen starken Gegner." Nach dem Spiel hatte der Schweizer vor allem die fehlende Passgenauigkeit zu bekritteln: "Es waren zu viele Abspielfehler in Hälfte eins. So konnten wir nicht gefährlich vors Tor kommen." Das defensive Spiel der Bosnier tat Ihres dazu: "Sie haben über das ganze Spiel gut verteidigt."

Vor allem in der Defensive hatte der ÖFB-Teamchef im Vergleich zum Liechtenstein-Spiel umgestellt. Beim Gegentreffer machte sich die fehlende Abstimmung bemerkbar. Trotzdem wollte Koller experimentieren: "Es war die letzte Chance um noch einmal zu gucken. Es hat jetzt der eine oder andere auch gesehen, dass das Level irrsinnig hoch ist, wenn man da vorne dabei sein will." Verbesserungsbedarf sieht der Schweizer bei den Reservisten: "Dass der Ball schneller weitergespielt wird, dass etwas mehr Ruhe reinkommt. Doch in solchen Spielen kann man Erfahrungen sammeln."

Andere Aufstellung, wenn es um Punkte geht

Für den Gegner gab es von Seiten des ÖFB-Teamchefs großes Lob: "Wenn es um Punkte gegangen wäre, hätte ich sicher anders aufgestellt. Bosnien hat eine gute Mannschaft, gute Einzelspieler. Sie haben uns das Leben schwer gemacht." Sofort nach dem Spiel wendete Koller bereits den Blick in die Zukunft: "Es war ein guter Test für das nächste Spiel. Es geht zum Gruppenfavoriten Russland. Ein Auswärtsspiel. Es sind zwei Monate. Wir werden gut vorbereitet sein." 

Bosnien-Coach: "Mehr als ein Freundschaftsspiel"

Auch der bosnische Coach Hehmed Bazdarevic sah das Gastspiel seines Teams in Wien als einen gelungenen Test: "Ich bin mit dem Spiel und dem Resultat zufrieden. Trotz vieler Wechsel war es ein gutes Spiel. Kämpferisch top über 90 Minuten." Nur mit dem Offensivspiel konnte der Bosnier nicht zufrieden sein: "Da hat es gehapert. Wir haben es mit einer Spitze und mit zwei Spitzen versucht. Wir wollen beides spielen können."

Zur harten Gangart im Duell mit Österreich, das oft nicht den Charakter eines freundschaftlichen Länderspieles hatte, konnte Bazdarevic nichts sagen: "Warum so hart gespielt wurde, müssen sie die Spieler fragen. Aber für viele auf dem Platz war es wohl mehr als ein Freundschaftsspiel."

Aus dem Ernst-Happel-Stadion: Markus Weber
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