Wer fordert den LASK in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation? Geht es nach Marcel Koller, ist es der FC Basel. Der Ex-ÖFB-Teamchef kämpft mit den Schweizern in der zweiten Quali-Runde gegen den PSV Einhoven um das Ticket für das Duell mit den Linzern. Doch nach dem Hinspiel sieht es nicht optimal aus – auch wegen den Fans?
Fest steht: Basel verlor auswärts mit 2:3, sah aber über weite Strecken wie der sichere Sieger aus. Zunächst gingen die Hausherren durch Bruma (14.) 1:0 in Führung. Ajeti (45.+1) und Alderete (79.) drehten die Partie und schossen die Schweizer auf die vermeintliche Siegerstraße. Doch in der Schlussphase jubelten die Niederländer: Lammers (89.) und Malen (90.+3) sorgten für den 3:2-Erfolg des PSV.
Somit muss Basel im Rückspiel kommende Woche zu Hause siegen. Immerhin gelangen zwei Auswärts-Tore. Coach Koller war dennoch nicht zufrieden – auch nicht mit den Fans. Denn die Schweizer Schlachtenbummler blieben zu Hause. Grund: Für das Spiel in Eindhoven wurden nur personalisierte Tickets ausgestellt, deswegen gab es einen Boykott der Partie. Auf der Gegenseite bejubelten 31.000 Zuschauer den Sieg der Gastgeber.
"Man hat gesehen, wie wichtig die Unterstützung von den Rängen ist", meinte Koller nach der Niederlage. Er hofft, dass zumindest im Rückspiel zahlreiche Basel-Fans die Tribünen säumen: "Wir hatten in Eindhoven nicht die optimale Unterstützung, in einer Woche beim Rückspiel wird sich das hoffentlich ändern." Kapitän Valentin Stocker richtet einen Appell an die Basel-Fans: "Heute waren 30.000 Leute gegen uns, wir brauchen euch fürs Rückspiel, kommt bitte alle ins Stadion."
Nicht nur der LASK, sondern auch Sturm wartet gespannt darauf, wer sich in der zweiten Champions-League-Qualirunde durchsetzt. Denn die "Blackies" treffen in der Europa-League-Quali auf den Verlierer der Paarung. Voraussetzung: Sturm biegt zuvor den norwegischen Liga-Achten Haugesund. Die Steirer bestreiten am Donnerstag (19 Uhr) auswärts das Hinspiel. Der LASK hat sein erstes Duell in der Königsliga-Quali am 6. oder 7. August auswärts, das Rückspiel steigt am 13. August in der Stahlstadt. (red)