Sport

Koller: "Wir sind noch nicht bei den Top-Teams"

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:55

Nach dem 1:0-Auswärtserfolg des österreichischen Nationalteams in Russland drückt Teamchef Marcel Koller am Montag in einer Pressekonferenz auf die Euphoriebremse. Dem ÖFB-Team fehlen noch vier Zähler für die sichere EM-Endrundenteilnahme in Frankreich 2016. Im September geht es im Happel-Oval gegen Moldawien. Da darf die rot-weiß-rote Elf nicht zu überheblich auftreten, sonst könnte es einen Bauchfleck geben.

Nach dem in Frankreich 2016. Im September geht es im Happel-Oval gegen Moldawien. Da darf die rot-weiß-rote Elf nicht zu überheblich auftreten, sonst könnte es einen Bauchfleck geben.

"Es sieht gut aus, wir sind auch auf dem richtigen Weg, aber bei der EM sind wir immernoch nicht", drückte Marcel Koller am Montag wieder die Erwartungen. "Es ist noch nicht definitiv. Es ist noch zu früh, um zu beurteilen, was wir in Frankreich erreichen könnten." Trotz der starken Auftritte in der laufenden EM-Qualifikation sieht koller das ÖFB-Team weit entfernt von großen Namen: "Wir sind noch nicht bei den Top Teams."

Ein wichtiger Punkt, warum es im Moment so gut läuft, ist die gute Stimmung in der Mannschaft: "Wir haben beim Team so eine Art Ballon geschaffen. Die Spieler fühlen sich wohl, wenn sie zur Nationalmannschaft kommen." Mit einer eingespielten Truppe sind auch weiter Höhenflüge in der Weltrangliste möglich: "Wir sind jetzt auf dem 20. Platz. Klar wollen wir weiter nach vorne. Das kommt aber nicht von heute auf morgen. Dafür braucht man aber auch solche Spiele wie in Russland."

Gerade für zukünftige schwere Aufgaben war der Erfolg in Russland wichtig, schließlich muss die Koller-Elf auch noch in Schweden bestehen. "Es ist wichtig, dass jeder Spieler an die Grenzen geht. Dass du merkst, dass es geht, dass es passt."

Zufriedenheit nach erkämpftem Sieg

In der Nachbetrachtung des Spiels in Moskau zeigte sich der Schweizer trotzdem mit der Leistung seines Teams zufrieden: "Ich war mir nicht sicher, ob die Spieler den frechen Spielstil aus den Heimspielen auch in Moskau zeigen können. Die erste Halbzeit hat mir sehr gut gefallen." Doch der Teamchef weiß auch, wo noch Verbesserungspotenzial besteht: "Wir müssen defensiv wie offensiv noch konstanter werden, unsere Torchancen nutzen und mehr Ruhe ins Spiel bringen." 

Doch auch mit der Abwehrarbeit in der Schlussphase war Koller zufrieden: "Wir haben uns nicht eingeigelt, haben nach vorne noch Akzente gesetzt. Das hätte vor einiger Zeit noch nicht so funktioniert", so der 54-Jährige, der auch die Anstrengungen einer harten Saison bei seinen Spielern sah: "Am Ende hat man gemerkt, dass auf beiden Seiten die Kräfte schwinden."

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