In nicht einmal einem halben Jahr startet die Europameisterschaft 2016 in Frankreich. Erstmals ist das ÖFB-Team aus eigener Kraft für eine EURO qualifiziert. Dabei steckt sich ÖFB-Teamchef Marcel Koller durchaus hohe Ziele und setzt Spielern, die abseits des Platzes für Schlagzeilen sorgen, das Messer an.
In nicht einmal mehr einem halben Jahr startet die in Frankreich. Erstmals ist das ÖFB-Team aus eigener Kraft für eine EURO qualifiziert. Dabei steckt sich ÖFB-Teamchef Marcel Koller durchaus hohe Ziele und setzt Spielern, die abseits des Platzes für Schlagzeilen sorgen, das Messer an.
"Wenn man sich rein die Ergebnisse ansieht, war 2015 extrem erfolgreich. Es war auch für mich eine große Freude, wie die Jungs das umgesetzt haben, wie sie mit viel Selbstvertrauen auf dem Platz stehen", blickte der Teamchef im Interview mit "SKy Sport News HD" auf die erfolgreiche Qualifikation zurück. "Das macht dann natürlich extrem viel Spaß und gibt auch Energie."
Das Jahr 2015 zu toppen, wird schwer, dessen ist sich auch der Schweizer bewusst. Ein großes Ziel hat sich Koller jedoch gesteckt: "Wir fahren nicht nach Frankreich, um einfach nur dabei zu sein. Die Qualifikation ist vorbei. Wir wollen nach Frankreich und die Gruppe überstehen - das muss unser Anspruch und unser Ziel sein."
"Der Stamm ist nicht automatisch dabei"
Dabei wird der Teamchef größtenteils auf das Personal der abgelaufenen EM-Qualifikation vertrauen. "Es gibt keinen Grund, alles auf den Kopf zu stellen, es ist aber nichts in Stein gemeißelt. Das Team ist das Entscheidende, nicht die einzelne Person." Trotzdem will Koller in den Testspielen im Frühjahr Leistung sehen: "Der Stamm ist nicht automatisch dabei."
Die Nebengeräusche rund um Martin Hinteregger beschäftigten auch den Teamchef. "Das ist schlecht für ihn, schlecht für den Verein. Ich kann ihm nur mitgeben, dass er sich konzentrieren muss. Gerade ein halbes Jahr vor der EM." Koller fügte aber in einem Nachsatz hinzu. "Wenn wir das Gefühl haben, dass das nicht der Fall ist, müssen wir da natürlich eingreifen. Wenn einer nur Geschichten in der Presse macht und nicht auf dem Platz, ist es sicher der falsche Weg."
Michael Gregoritsch, der in der deutschen Bundesliga konstant gute Leistungen bringt, will Koller noch Zeit geben. "In der U21 ist alles super. Er schießt seine Tore, aber bei uns ist es nochmal eine Stufe höher, und schneller."