Sport

Köllerer: "Erbärmlich, was im Tennis läuft!"

Heute Redaktion
14.09.2021, 17:10

Daniel Köllerer ist besser denn je! An eine Wildcard von Ronnie Leitgeb für das ATP-Turnier in Kitzbühel (ab 16.5.) glaubt die aktuelle Nummer 85 der Tennis-Welt dennoch nicht. Ich bin eben kein Arschkriecher , erklärt der 25-Jährige im Heute-Gespräch - und legt nach: Leistung zählt in Österreichs Tennis-Szene nicht.

Das Zimmer ist reserviert. Donnerstagnachmittag trifft Daniel Köllerer in Kitzbühel ein. Mit einem Fixplatz im Hauptbewerb rechnet er nicht. Weil es bedenklich ist, was in Österreichs Tennis abläuft - erbärmlich! Leistung zählt nicht. Und zu den Arschkriechern gehör ich nicht, sagt er Heute. 

Köllerers Potenzial (Ich knacke die Top 50) ist unbestritten, seine Ausraster verhinderten bisher mehr. Zuletzt explodierte er vergangenen September in Trnava (Svk), nannte die Ballbuben Tschernobyl-Kinder. In der nächsten Sekunde tat es mir leid, erklärt er. Seitdem bemüht er sich, schlägt Top-Leute, beteuert sein Manager Manfred Nareyka. Wird er wieder nicht berücksichtigt, braucht sich niemand wundern, wenn Daniel nicht für Österreich Daviscup spielen will. Dort wird Dani als Sandplatz-Spezialist im September in der Relegation gegen Chile aber gebraucht.

Wie versteht er sich mit Melzer, Koubek und Co? Ich grüße, sie grüßen mich nicht.  Für Köllerer gibt es aber Wichtigeres: Ich muss auf mich schauen. Körperlich stehe ich bei 90 Prozent, technisch bei 70, mental bei 50. Nachsatz: Bisher läuft meine Saison perfekt.  Wenn da nicht meine Mama Ende April verstorben wäre. Sie fehlt mir. Ich denke ganz oft an sie.

Martin Huber    

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