Bei Köln läuft alles schief! Der Klub von Coach Peter Stöger ist im sportlichen Tiefflug. Vor Gericht gab es eine Abfuhr, und der U21-Co-Trainer starb.
Coach Peter Stöger muss alle Tricks aufbringen, um beim 1. FC Köln positive Gedanken in die Köpfe zu bringen. Die sportliche Krise ist ja bekannt: sieben Spiele, sechs Niederlage, ein Unentschieden. Ab 13. Oktober haben die Geißböcke im Gastspiel bei Stuttgart die nächste Chance auf den ersten Saisonsieg. Doch auch abseits des Rasens hagelt es derzeit schlechte Nachrichten. Ein Gerichtsurteil und ein Todesfall sind die nächsten Tiefschläge.
Niederlage vor Gericht
Zunächst die juristische Pleite: "Spürbar anders" ist der Vereins-Slogan der Rot-Weißen. Den wollte sich der Klub als geistiges Eigentum schützen. Doch vor dem Luxemburger Gerichtshof der Europäischen Union konnte man sich nicht durchsetzen. Der am 18. November 2014 gestellte Antrag wurde mit der Begründung der fehlenden Unterscheidungskraft des Spruchs von ähnlichen gängigen Sprüchen oder Slogans abgelehnt. Köln muss die Kosten des Verfahrens selber zahlen. "Wir haben zwei Monate Zeit, um in die nächste Instanz zu gehen. Darüber denken wir in Ruhe nach", meint Sportchef Jörg Schmadtke.
Todes-Drama im Training
Gleichzeitig wird der "Effzeh" von einem Trauerfall erschüttert. U21-Co-Trainer Uwe Fecht erlag in der Nacht auf Donnerstag einem Herzinfarkt. Vor zwei Wochen war der 58-Jährige im Training kollabiert. Chefcoach Patrick Helmes, der bei der Herzattacke anwesend war, wurde von dem Vorfall dermaßen schockiert, dass er seinen Posten im Anschluss zu Verfügung stellte. Sportchef Schmadtke dazu: "Wir haben bis zuletzt gehofft, dass sich Uwe erholt. Wir trauern mit seiner Frau und seinen drei Kindern." Das für kommenden Samstag angesetzte Regionalliga-Spiel gegen Aachen wurde auf Wunsch der Kölner abgesagt. (gr)