Peter Schröcksnadel tut das, was ein guter Chef tun muss: Er legt die Finger in die Wunde des Patienten und provoziert eine Blitzheilung. Ob die vor der Ski-WM in St. Moritz noch gelingt? Ich fürchte, nein.
Rang 29 reicht derzeit für einen Platz im österreichischen WM-Team. Es gab Tage, da war das sogar für ein rot-weiß-rotes Renndress zu wenig. Der Patient ist derzeit im Tiefschlaf. Schröcksi weiß das und weckt alle auf. Er legt Kirchgasser den Rücktritt nahe, von den Jungen fordert er volles Risiko.
Er hat erkannt, dass zu viele im Team halbherzig fahren. Platz 13 und 17, das ist Mittelmaß und interessiert keinen. Mein Motto war immer: Bis dorthin, wo ich fahre, will ich der Schnellste sein. Ob Tor Nummer drei oder die Ziellinie – egal. Ein Umdenken muss her, Schröcksi hat recht. Ob der Patient die Medizin schluckt?