Die Laternenumzüge zu Sankt Martin am 11. November könnten heuer besonders frostig werden. Laut dem europäischen Wettermodell ECMWF baut sich bis zum Martinstag ein Hoch über der Nordsee auf, während an der Ostsee ein Tief hängt. Dazwischen strömt kalte Luft aus nordöstlicher Richtung herein.
Die Wettermodelle rechnen schon seit Längerem mit Kälte - besonders der 10. November dürfte eisig werden. Ganz gesichert ist die Prognose aber noch nicht.
Am Martinstag hatten unsere Vorfahren einiges zu sagen, doch alle Reime wie beispielsweise: "Hat Martini einen weißen Bart, wird der Winter lang und hart", weisen auf einen strengen Winter hin, wenn es am 11. November frostig wird.
Meteorologen betonen: Verlässliche Wettervorhersagen sind nur etwa zehn Tage im Voraus möglich. Für einen Winter, der noch Wochen entfernt liegt, bleibt nur die Statistik. Trotzdem stecken hinter vielen Bauernregeln jahrhundertelange Beobachtungen - und in manchen Regionen treffen sie erstaunlich oft zu.
Die Legende besagt übrigens: Das Volk wollte Martin von Tours im Jahr 371 zum Bischof machen. Er selbst lehnte ab und versteckte sich unter Gänsen. Deren Geschnatter verriet ihn jedoch - deshalb gibt es bis heute am 11. November vielerorts Gänsebraten.