Es klingt wie aus einem schlechten Science-fiction- oder Horrorfilm: Der italienische Neurochirurg Sergio Canavero behauptet in einem neuen Fachartikel, dass es möglich ist, einen menschlichen Kopf zu transplantieren. Die Operation würde allerdings drei Tage dauern, Die Arbeit von 100 Chirurgen gleichzeitig erfordern und über zehn Millionen Euro kosten.
Es klingt wie aus einem schlechten Science-fiction- oder Horrorfilm: Der italienische Neurochirurg Sergio Canavero behauptet in einem neuen , dass es möglich ist, einen menschlichen Kopf zu transplantieren. Die Operation würde allerdings drei Tage dauern, Die Arbeit von 100 Chirurgen gleichzeitig erfordern und über zehn Millionen Euro kosten.
Der Neurochirurg und Mitglied der Turin Advanced Neuromodulation Group sagt, die wissenschaftlichen Erkenntnisse und die Technologie für so einen Eingriff existiert bereits. Canavero schätzt, dass für den Eingriff rund 100 Chriurgen etwa 36 Stunden lang operieren müssten. Eine solche Transplantation würde über 10 Millionen Euro kosten.
An Affen bereits erfolgreich
Schon im Jahr 1970 hat ein amerikansicher Chriurg erfolgreich den Kopf eines Rhesus-Affen transplantiert. Das Tier konnte anschließend die Augen öffnen, riechen und Futter schmecken. Da der Arzt damals aber nicht im Stande war, die Nervenbahnen im Rückenmark zu verbinden, starb der Affe kurz nach der Operation.
Dieselbe grundlegende Technik wäre auch bei einem menschlichen Kopf anwendbar. Das größte Problem, die Verbindung der Nervenbahnen im Rückenmark zwischen Kopf und neuem Körper, könnte mit moderner Technik gelöst werden.
Und so geht's
Der zu transplantierende Kopf würde auf 12 bis 15 Grad abgekühlt. Dann müsste er innerhalb einer Stunde an den neuen Blutkreislauf angeschlossen werden, damit das Gewebe nicht abstirbt. Anschließend beginnt die Zusammenfügung der Nervenbahnen. Die Nervenverbindungen müssten mit einem äußerst scharfen Skalpell durchtrennt werden, damit sie durch den natürlichen Heilungsprozess mit dem entsprechenden Gegenstück im neuen Körper zusammenwachsen.
Die lange, aufwendige und überaus teure Operation scheint wenig Nutzen zu haben, allerdings gibt Canavero zu bedenken, dass damit viele unheilbare Krankheiten "behandelt" werden könnten. Ob diese Vision die Zukunft der Medizin wirklich rosiger aussehen lässt, sei allerdings mal dahingestellt.