Neue Regeln ab Dienstag

Kopftuchverbot gilt schon in der Sommerschule

Für 4.200 Kärntner Schüler sind die Ferien bald vorbei. Ab 1. September gilt bereits das neue Kopftuchverbot für unter 14-Jährige.
Österreich Heute
25.08.2026, 08:51
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Für 4.200 Kinder und Jugendliche begann in Kärnten die zweiwöchige Sommerschule. 761 Schüler davon müssen erstmals verpflichtend teilnehmen. Was zu Diskussionen führen kann: Ab Dienstag, 1. September, gilt bereits das Kopftuchverbot.

Bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres ist Mädchen und Jugendlichen dann das Tragen islamischer Kopfbedeckungen im Schulbereich strikt verboten – das gilt dann auch schon bei der Sommerschule, berichtet die Kleine Zeitung.

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen

Das passiert bei einem Verstoß

Für Lehrer und Direktoren gibt es einen klaren Leitfaden. Das Bundesministerium hat in einem Rundschreiben erklärt, wie das Verbot in der Praxis umgesetzt werden soll. Wichtig: Das Kopftuch darf nicht zwangsweise abgenommen werden.

Trägt eine Schülerin trotzdem ein Kopftuch, wird sie zunächst von der Lehrkraft ermahnt. Der Vorfall wird anschließend der Schulleitung gemeldet. Diese muss mit dem Kind und den Eltern Gespräche führen.

Bei weiteren Verstößen wird die Bildungsdirektion eingeschaltet. Ignorieren die Erziehungsberechtigten das Verbot weiterhin, kommt es zu einer Anzeige. In weiterer Folge sind Verwaltungsstrafen zwischen 150 und 800 Euro möglich.

Lehrer sehen sich im Zwiespalt

"Lehrer kommen da natürlich in einen gewissen Zwiespalt: Wir sollen einerseits Vertrauenspersonen sein und andererseits Dinge sanktionieren. Das Verbot geht ja doch in einen privaten, persönlichen Bereich", sagt Kärntens oberster Lehrergewerkschafter Stefan Sandrieser in der Kleinen Zeitung.

Die Lehrer seien vorbereitet und über die rechtlichen Rahmenbedingungen informiert. Bei Verstößen soll zunächst das persönliche Gespräch gesucht werden. Sandrieser: "Im Normalfall wird das reichen, aber natürlich kann man auch auf Eltern kommen, die Hardliner sind."

Erzähle uns deine Story!

Wurde dir eine Beihilfe gestrichen? Kannst du dir das Leben kaum mehr leisten? Ist dir gerade etwas besonders Trauriges, Witziges oder Erstaunliches geschehen? Bewegt dich ein anderes Thema? Bist du der Meinung, dass deine Geschichte erzählt werden sollte? Dann melde dich bei uns unter [email protected]. Denn deine Story ist uns wichtig!Mail an uns

Fest steht: Mit insgesamt 4.200 Teilnehmern gibt es in Kärnten heuer so viele Sommerschüler wie noch nie. 3.439 Schüler haben sich freiwillig angemeldet. Im Vorjahr besuchten insgesamt 3.200 Schüler die Sommerschule.

761 Schüler müssen in den Ferien lernen

Für 761 Kinder und Jugendliche ist die Teilnahme heuer erstmals verpflichtend. Betroffen sind Schüler, die im vergangenen Schuljahr wegen fehlender Deutschkenntnisse als sogenannte "außerordentliche Schüler" in Deutschförderklassen saßen.

Die Verpflichtung ist ausdrücklich nicht an Noten oder einen Migrationshintergrund gekoppelt, sondern an diesen außerordentlichen Status. Ab dem kommenden Sommer müssen zusätzlich Schüler aus Deutschförderkursen verpflichtend die Sommerschule besuchen.

Die Anmeldung der 761 Schüler erfolgte nicht freiwillig durch die Eltern, so die Kleine Zeitung. Sie wurden automatisch über die jeweilige Stammschule angemeldet, die Eltern darüber informiert. Damit soll verhindert werden, dass Familien wegen Urlaubsplänen oder aus anderen Gründen auf die Teilnahme verzichten.

Wer die verpflichtende Sommerschule nicht besucht, muss mit Konsequenzen rechnen. Geldstrafen von bis zu 1.000 Euro sind möglich. Dabei gelten die allgemeinen Regeln der Schulpflicht.

{title && {title} } red, {title && {title} } 25.08.2026, 08:51