Ein 75 Jahre alter Mann aus dem Bezirk Klagenfurt ist Opfer einer perfiden Betrugsmasche geworden. Der Pensionist hatte zuvor seine Daten auf einem täuschend echt wirkenden Finanz-Online-Portal eingegeben. Kurz darauf meldeten sich unbekannte Täter telefonisch bei ihm.
Der Anruf erfolgte am 21. August 2026 gegen 18.15 Uhr. Die Betrüger gaben offenbar vor, es gehe um den Klimabonus. Unter diesem Vorwand brachten sie den Mann dazu, mehrere tausend Euro auf zwei Konten zu überweisen.
Erst durch Angehörige wurde der 75-Jährige darauf aufmerksam gemacht, dass er Betrügern aufgesessen sein dürfte. Daraufhin reagierte er sofort und ließ sein Konto sperren.
Die Masche erinnert an Fälle, über die "Heute" bereits berichtete. Auch Michael (39) aus Wien-Floridsdorf wurde über einen angeblichen Klimabonus auf eine betrügerische Seite gelockt. Er schilderte: "Das war so gut gemacht, dass ich den Betrug nicht erkannt habe."
Bei solchen Betrugsversuchen setzen Kriminelle auf vertraute Namen wie FinanzOnline, Klimabonus oder Familienbeihilfe. Die Opfer sollen über Links oder Fake-Portale persönliche Daten, Bankdaten oder Onlinebanking-Zugänge eingeben. Danach folgen oft Anrufe, bei denen zusätzlicher Druck aufgebaut wird.
Ein besonders deutliches Warnsignal ist Zeitdruck. Wer angeblich nur noch sofort handeln kann, soll zu schnellen Klicks und unüberlegten Eingaben gedrängt werden. Auch die Aufforderung, Bankdaten oder Zugangsdaten über einen Link einzugeben, ist ein klares Alarmsignal.
Wer unsicher ist, ob tatsächlich eine Nachricht von FinanzOnline vorliegt, sollte nicht über Links in Mails oder SMS einsteigen. Stattdessen sollte die offizielle Seite direkt aufgerufen werden.
Nach einer Dateneingabe auf einer verdächtigen Seite gilt: Bank kontaktieren, Onlinebanking sperren oder Passwort ändern und verdächtige Abbuchungen sofort melden.
Im Fall des 75-Jährigen aus Kärnten kam die Warnung durch Angehörige. Für ihn war es da bereits zu spät: Mehrere tausend Euro waren überwiesen.