SRF-Moderator Florian Inhauser (58) berichtete in einer Sondersendung über die Silvester-Tragödie in Crans-Montana und schaltete dazu auch nach Venezuela, wo die Lage gerade besonders angespannt ist. Für die Einordnung holte er sich Unterstützung von Roger Aebli, der aus den USA zugeschaltet war, und von Karen Naundorf, der Korrespondentin für Lateinamerika. Wie 20 Minuten berichtet, sollte Aebli aktuelle Informationen zum US-Angriff liefern – doch dann lief plötzlich alles aus dem Ruder.
Du siehst, wie Aebli nervös an seinem Kopfhörer nestelt und Naundorf bittet, kurz zu warten – er könne sie "ziemlich laut" hören. Plötzlich wirkt er komplett überfordert, sackt im Sessel zusammen und sagt: "Flo … ich bin kurz vor dem Nervenzusammenbruch." Dann wechselt er ins Schweizerdeutsche: "I gsehns … I weiss nid, was da grad passiert."
Wie der SRF gegenüber "20 Minuten" betont, soll Aebli wenige Momente vor der Liveschalte einen Migräneanfall erlitten haben. Man sei mit ihm in Kontakt, es gehe ihm bereits wieder etwas besser.
Moderator Inhauser reagiert ruhig und versucht, die Situation zu retten. Mit einem Lächeln meint er, dass hier offenbar jemand "ganz offensichtlich überarbeitet" sei – das könne in so hektischen Zeiten passieren. Dann übergibt er an Naundorf. Für seinen Umgang mit dem Live-Moment bekommt Inhauser auf X viel Lob. Eine Userin schreibt: "Danke an SRF für die Souveränität und Menschlichkeit von Florian Inhauser."
Das SRF teilte später mit: "Die Sendung war vorübergehend online nicht verfügbar, damit die Liveschaltung zu Roger Aebli rausgeschnitten werden konnte, da sie keinen Zusammenhang mit der journalistischen Einordnung der Geschehnisse in Venezuela hat." Am frühen Samstagabend war die Sendung allerdings noch immer nicht zum Nachschauen online.