Die Spannungen zwischen den USA und Venezuela haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Angaben der Regierung in Caracas kamen in der Nacht auf Samstag sowohl Soldaten als auch Zivilisten ums Leben, genaue Opferzahlen wurden zunächst nicht veröffentlicht.
Unmittelbar vor seiner Festnahme verhängte Präsident Nicolás Maduro den nationalen Notstand. Gleichzeitig erklärte er, dass sich die Angriffe der USA nicht nur auf einzelne Regionen beschränkt hätten, sondern auch weitere Teile des Landes betroffen seien. Ziel Washingtons sei es laut Maduro, sich den Zugang zu den venezolanischen Ölreserven zu sichern, die als die größten der Welt gelten.
International stießen die Angriffe auf scharfe Kritik. Mehrere ausländische Regierungen verurteilten das Vorgehen und sprachen von außergerichtlichen Tötungen.
Am Samstagnachmittag tritt nun US-Präsident Donald Trump erstmals vor die Presse, äußerte sich zu den Angriffen und der Festnahme des Diktators. Während die Welt weiterhin mit Spannung auf ein Statement des US-Präsidenten wartet, postet dieser auf seinem "Truth Social"-Account ein erstes Bild der Maduro-Verhaftung. Der gestürzte Machthaber befindet sich mit verbundenen Augen und Armfesseln an Bord des Kriegsschiffes USS Iwo Jima.
Mit 40 Minuten Verspätung erklärte Trump schließlich, dass es sich um einen "außergewöhnlichen Militäreinsatz" einer amerikanischen Elite-Einheit gehandelt habe. Es sei zudem eine Operation gewesen, die es "seit dem Zweiten Weltkrieg" nicht mehr gegeben habe. Der Einsatz sei eine "wirkungsvolle Demonstration der amerikanischen Stärke" gewesen. "Kein anderes Land der Welt hätte eine solche Mission so umsetzen können", erklärte Trump weiter.
Im Zuge der Operation sei die Stromversorgung in weiten Teilen des Einsatzgebiets unterbrochen worden. Zudem bestätigte Trump erneut die Festnahme des venezolanischen Machthabers Nicolás Maduro sowie dessen Ehefrau. Beide seien in Gewahrsam und würden nun vor ein Gericht in den Vereinigten Staaten gestellt. Sie seien Drahtzieher eines tödlichen Drogenkartells gewesen, das tausende US-Amerikaner mit ihrem Suchtgift getötet habe.
Ziel sei es nun einen nachhaltigen Machtwechsel in dem südamerikanischen Land zu ermöglichen. "Jahrzehnte haben wir dort eine Diktatur erlebt, das darf so nicht mehr passieren", so der US-Präsident weiter. Die Vereinigten Staaten würden das Land nun so lange regieren, wie es nötig sei.
Falls es notwendig sein sollte, sei sein Land weiterhin bereit, eine noch größere zweite Angriffswelle auf Venezuela durchzuführen. Aus seiner Sicht sei dies jedoch nicht notwendig, da die Operation "so erfolgreich" gewesen sei.