Die Eskalation in Venezuela sorgt auch in Österreich für wachsende Nervosität. Nach massiven US-Luftangriffen ist unklar, wie sicher die österreichischen Staatsbürger vor Ort sind. Nach Informationen der "Krone" halten sich derzeit rund 750 Österreicherinnen und Österreicher in dem südamerikanischen Land auf.
Wie stark sie von den nächtlichen Angriffen betroffen sind, ist derzeit offen. Laut den vorliegenden Angaben sind fünf von ihnen als Touristen registriert. Die Lage gilt weiterhin als unübersichtlich.
Das Außenministerium in Wien hat angesichts der Zuspitzung einen Krisenstab eingerichtet. Für ganz Venezuela gilt mittlerweile eine Reisewarnung, wie das Ministerium am Samstag auf X (vormals Twitter) bekanntgab.
Auch die österreichische Auslandsvertretung beobachtet die Situation genau. Venezuela wird von der Botschaft in Kolumbien mitbetreut. Botschafter Gerold Vollmer erklärte gegenüber der "Krone": "Bis jetzt hatten wir nur Anfragen von Verwandten aus Österreich, die sich Sorgen machen."
Österreicherinnen und Österreicher in Venezuela werden dringend ersucht, sich über http://reiseregistrierung.at zu registrieren, um im Notfall rasch kontaktiert werden zu können. Ob heimische Staatsbürger direkt von den Angriffen betroffen sind, ist derzeit noch nicht bekannt.
US-Streitkräfte hatten in der Nacht auf Samstag mehrere Ziele in Venezuela aus der Luft angegriffen, Schwerpunkt war die Hauptstadt Caracas. Nach Angaben der venezolanischen Regierung kamen dabei Soldaten und Zivilisten ums Leben. Eine genaue Opferzahl wurde nicht genannt.