War diese Szene am Ende spielentscheidend? Österreich musste sich bei der WM in Dallas Argentinien mit 0:2 geschlagen geben. Superstar Lionel Messi avancierte mit einem Doppelpack einmal mehr zum Matchwinner und krönte sich mit nun 18 Treffern zum alleinigen Rekordtorschützen der WM-Geschichte. Doch nach dem Schlusspfiff sorgte vor allem eine umstrittene Szene vor dem ersten Gegentor für Diskussionen.
Die entscheidende Situation ereignete sich in der 38. Minute. Vor dem Führungstreffer der Argentinier ging Xaver Schlager nach einem Zweikampf mit Alexis Mac Allister zu Boden. Der Weltmeister eroberte den Ball, schaltete blitzschnell um und vollendete den Angriff wenig später durch Messi zum 1:0. Während die Argentinier jubelten, lag Schlager noch immer auf dem Rasen.
Für Teamchef Ralf Rangnick war die Szene ein klarer Aufreger. Der Deutsche kritisierte nach dem Spiel sowohl Schiedsrichter Amin Omar als auch den Video-Assistenten scharf.
"Beim ersten Tor hätte ich mir gewünscht, dass sich der Schiedsrichter die Szene noch einmal anschaut. Wenn man das getan hätte, hätte man gesehen, was jeder gesehen hat", sagte Rangnick auf der Pressekonferenz.
Besonders unverständlich war für den ÖFB-Coach, dass der VAR nicht eingriff. "Das ist ein klares Foul an Xaver Schlager. Ich verstehe nicht, warum man die Möglichkeit des Video-Assistenten nicht nutzt. Dafür wurde diese Technologie eingeführt", erklärte Rangnick.
Der Teamchef legte nach: "Mindestens 80 Prozent der Menschen, die sich diese Szene noch einmal anschauen, würden sagen, dass es ein klares Foul war."
An der Niederlage änderte die Diskussion freilich nichts. Österreich hält nach zwei Spielen bei drei Punkten und kämpft im letzten Gruppenspiel gegen Algerien um den Aufstieg in die K.o.-Phase.