Messi ist eine der einflussreichsten Persönlichkeiten beim FC Barcelona. Umso ungewöhnlicher, wenn sich der argentinische Superstar öffentlich zu Wort meldet. Und noch ungewöhnlicher, wenn er Sportdirektor Eric Abidal frontal angreift.
Doch alles der Reihe nach. Im Interview mit Sport hatte Abidal über die Entlassung von Ex-Coach Ernesto Valverde gesprochen, diesen Schritt mit Unmut in der Kabine erklärt.
"Viele Spieler waren nicht zufrieden und haben nicht viel gearbeitet. Und es gab auch ein internes Kommunikationsproblem", hatte der frühere Barca-Spieler kritisiert. "Die Beziehung zwischen dem Coach und der Kabine war immer gut, aber es gab Dinge, die ich als Ex-Spieler riechen konnte. Das habe ich dem Klub gesagt und wir haben die Entscheidung getroffen." Quique Setien hatte in der Folge übernommen.
Das kam bei Messi gar nicht gut an. Der 32-Jährige hatte in einer Insta-Story einen Screenshot des Interviews gepostet, Abidal für dessen Aussagen kritisiert. "Wenn wir von Spielern sprechen, sollten wir die beim Namen nennen. Wenn man das nicht tut, beschmutzt man die Namen aller Spieler und befeuert Kommentare, die nicht wahr sind."
Dabei ist es ein offenes Geheimnis, dass vor allem die Mittelfeld-Strategen Sergio Busquets und Ivan Rakitic über das Valverde-Aus alles andere als unglücklich waren. Während sich Messi gut mit dem gestanzten Trainer verstand.
Messis Nachsatz in Richtung Ex-Mitspieler Abidal: "Die Verantwortlichen des Managements müssen ihre Verantwortung annehmen und, vor allem, für die eigenen Entscheidungen einstehen."