Für viele Menschen in Traun (Bez. Linz-Land) könnte die Fahrt mit den Öffis künftig günstiger werden. Voraussetzung dafür: Die Stadt wird in die Kernzone aufgenommen. Bürgermeister Karl-Heinz Koll (ÖVP) kämpft nach eigenen Angaben bereits seit Jahren dafür und steht dazu in engem Austausch mit dem Geschäftsführer des OÖ Verkehrsverbundes.
Der Stadtchef dämpft allerdings die Erwartungen. "Wie ihr sicher wisst, liegt die Entscheidung nicht bei der Stadt Traun allein", erklärt Koll auf Facebook. Für die Aufnahme brauche es einen einstimmigen Beschluss der zuständigen Verkehrsunternehmen im Verkehrsverbund. Zusätzlich müsse der zuständige Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) zustimmen.
Die nächste Sitzung zu dem Thema findet laut OÖVV erst im Herbst statt. Danach will der Bürgermeister die Bevölkerung "umgehend informieren". Für den Verkehr in Traun sei grundsätzlich der Verkehrsstadtrat – das ist Gernot Metka (SPÖ) – zuständig, betont Koll.
Der Bürgermeister freue sich "über jede Unterstützung, die dieses Ziel voranbringt – mit Gesprächen, konkreten Initiativen und einem gemeinsamen Auftreten gegenüber den zuständigen Stellen". Seine klare Botschaft: "Denn nur miteinander können wir dieses Ziel tatsächlich erreichen."
Koll kündigt an, nicht nachzugeben: "Ich werde mich jedenfalls weiterhin mit voller Kraft für die Kernzone einsetzen und dort Druck machen, wo ich Entscheidungen tatsächlich beeinflussen kann." Dafür brauche es eine gemeinsame "Kraftanstrengung".
Gleichzeitig warnt der Bürgermeister vor falschen Versprechungen: Ehrliche Politik dürfe den Menschen nichts vormachen, sollte sich in den Verhandlungen zeigen, dass das Ziel nicht eins zu eins umgesetzt werden könne. Er will die Trauner über alle weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden halten.