Es ist die Bundesliga-Bombe der laufenden Saison: Ex-Teamchef Hans Krankl kehrt als Trainer zurück, übernimmt den abstiegsgefährdeten LASK! "Es freut uns, dass er zu uns kommt. Er ist einer der berühmtesten Vertreter unseres Fußballs", sagt LASK-Präsident Peter-Michael Reichel.
Reichel: "Er hat was gutzumachen"
Die Verpflichtung des 56-jährigen Ex-"Goleadors" überrascht - Kurt Jara oder Peter Stöger wurden in Insider-Kreisen bessere Chancen auf den Posten eingeräumt. Aber Reichel entgegnet gegenüber sportnet.at: "Das überrascht überhaupt nicht. Hans Krankl steht für Schwung und Motivation. Genau das brauchen wir in dieser Situation."
Der LASK-Boss verlangt von seinem neuen Trainer auch gleich eine Wiedergutmachung. "Im Jahr 2001 hat er die Admira vor dem Abstieg gerettet und wir sind abgestiegen", erinnert sich Reichel. "Er hat also was gutzumachen bei uns. Er soll dasselbe mit dem LASK schaffen."
Krankl, der "Feuerwehrmann"
Krankl wird mit dem Kurzvertrag bis Ende Mai die Rolle des "Feuerwehrmanns" einnehmen. "Es war der Wunsch von beiden Seiten, sich nicht länger zu binden", erklärt Reichel. "Wir können uns danach immer noch zusammensetzen und über eine längere Zusammenarbeit sprechen."
Die rasche Entscheidung zugunsten Krankls erklärt Reichel so: "Nach dem Kapfenberg-Match haben wir über ihn diskutiert. Am Samstag gab es erste Gespräche. Und am Sonntag waren wir uns einig." Krankls Co-Trainer wird übrigens Heinrich Strasser. Der ehemalige Nationalspieler (26 Einsätze) nahm mit dem "Goleador" unter anderem an der WM 1978 in Argentinien teil.
Promi-Coach
Hans Krankl hat seit seinem Vertragsende beim ÖFB nicht mehr als Trainer gearbeitet. Mit einer Ausnahme: Vor der EURO 2008 agierte er medienwirksam als Coach einer österreichischen Prominenten-Auswahl, die im Vorfeld der Veranstaltung gegen Schweizer Kollegen antrat.
In seiner vierjährigen Amtszeit als Teamchef verpasste er mit dem Nationalteam die Qualifikation zur EURO 2004 und zur WM 2006. Seine letzte Station als Bundesliga-Trainer war die Admira, die er im Jahr 2001 verließ. Zuletzt war er als TV-Experte, Radiomoderator sowie als Kolumnist tätig.