"Intensiver als je zuvor"

"Tatort"-Star Harald Krassnitzer trauert um Mutter

Der Schauspieler Harald Krassnitzer verabschiedete sich von seiner 95-jährigen Mutter. Ihre Demenz brachte die Familie näher zusammen.
Heute Entertainment
04.05.2026, 08:41
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Harald Krassnitzer (65) muss einen schmerzlichen Verlust verkraften. Wie der 65-Jährige nun bekannt gab, ist seine Mutter Susanne am 14. Februar im Alter von 95 Jahren verstorben. Die österreichische "Tatort"-Legende musste in den letzten Jahren miterleben, wie seine Mutter an Demenz erkrankte.

Doch statt Distanz schuf die Krankheit eine neue Nähe. "Die Beziehung zwischen uns wurde zum Ende hin intensiver als je zuvor", erklärt der Schauspieler gegenüber "Bild".

Laut der deutschen Zeitung pendelte Krassnitzer trotz vollen Terminkalenders zwischen seinen Dreharbeiten und dem Wohnort seiner Mutter in Salzburg. Den Großteil der Pflege übernahm seine Schwester.

Berührende Momente am Ende

Ein gemeinsamer Spaziergang veränderte Krassnitzers Sicht auf Würde. Er beobachtete, wie seine Mutter im Rollstuhl ihr Gesicht der Sonne zuwandte und das Rascheln der Bäume wahrnahm. "Da wurde mir klar, dass das, was ich unter Würde verstehe, völliger Blödsinn ist. Sie ist noch da. Sie fühlt und lebt im Moment", sagt er.

Besonders berührend war der körperliche Kontakt: "Wenn sie mir die Hand gegeben und einfach nicht mehr losgelassen hat, weil sie so fest zugedrückt hat, dass ich mich nicht hätte befreien können. Diese Berührung erzählte etwas."

Neuer Film zum Thema Demenz

Für den Schauspieler, der seit Jahren an der Seite von Adele Neuhauser im Tatort ermittelt, ist der Tod seiner Mutter "eher ein Anfang". Die Familie sei durch diese Zeit enger zusammengerückt.

Am 7. Mai startet sein neuer Kinofilm "Der verlorene Mann", in dem er neben Dagmar Manzel und August Zirner selbst einen demenzkranken Ehemann spielt. Sein Fazit: "Meine Schwester hat mir gezeigt, dass es nur einen einzigen Begriff gibt, der eine große Tragweite hat. Liebe."

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