Für seine Rolle als neuer "Tatort"-Kommissar Alex Maleky hat sich Laurence Rupp extra einen Schnurrbart wachsen lassen. Der 38-Jährige dreht seit knapp zwei Wochen in einem Gemeindebau in Wien-Magareten den ersten Fall "Krähen im Hof" gemeinsam mit Miriam Fussenegger, die seine Halbschwester Charlie Hahn spielt.
"Ich konnte in den ersten Nächten nicht schlafen, ich war so aufgeregt und habe mich gefragt, ob eh alles funktioniert", gibt er im Gespräch mit "Heute" zu. "Aber wir kriegen das gut hin. Regisseur Dominik Hartl ist ein toller Partner, der uns ganz fein unterstützt. Und auch mit Mirjam ist es fantastisch."
Das neue Polizisten-Duo kennt sich privat seit der Schauspielschule, die Chemie am Set stimmt spürbar. "Wir sind sehr eng und waren auch damals schon befreundet", verrät Rupp. "Vielleicht hat unsere Vertrautheit auch eine Rolle in der Besetzung gespielt." Fussenegger gibt ihm Recht: "Man muss nicht von Null anfangen. Es ist angenehm, weil man sich kennt und aufeinander verlassen kann."
Dass sie nun Geschwister spielen, macht es "sehr reizvoll", betont der neue TV-Kommissar. "Man steigt gleich viel tiefer ein – nämlich in einer Beziehung, die es schon gibt. Das ist auch interessanter, als eine Love-Interest-Nummer." Für Fussenegger sind "die beiden sehr unterschiedlich, ergänzen sich aber zu ihrem eigenen Leidwesen sehr gut miteinander und ergeben zusammen so den perfekten Ermittler."
Als neue Wiener "Tatort"-Kommissare treten die Schauspieler in die großen Fußstapfen von Adele Neuhauser und Harald Krassnitzer, die als Kult-Duo Ende 2026 ihre Dienstmarke abgeben – nach 15 gemeinsamen Jahren. "Ich weiß nicht, wie es mit denen ausgeht, um ehrlich zu sein", ist Rupp ebenso gespannt, wie ihre beiden Vorgänger die Kult-Serie verlassen werden.
Die Erwartungen an die Neuen sind hoch, die TV-Zuschauer sind die scheidenden Ermittler Moritz Eisler und Bibi Fellner schon so lange gewohnt. "Ich habe mir natürlich Gedanken darüber gemacht, aber sie auch irgendwann weggeschoben, weil ich der Ansicht bin, dass man nur gewinnen kann, wenn man etwas riskiert und nicht an Altem festhält", sagt der 38-Jährige.
"Ich bin nicht Adele Neuhauser, sie ist viel älter, wir stehen an unterschiedlichen Punkten unseres Lebens, kommen von woanders und beim Laurence ist es genau so", macht Fussenegger klar. "Es wird dauern, bis das angenommen wird, es ist ein Prozess."