Kratky: Bezos gibt gleich viel für Hobbys aus, wie alle

Robert Kratky äußert sich auf Instagram über Jeff Bezos.
Robert Kratky äußert sich auf Instagram über Jeff Bezos.Instagram / Picturedesk
In den sozialen Medien ist ein Shitstorm über den Raketenstart von Jeff Bezos entbrannt. Ö3-Moderator Robert Kratky gibt den Kritikern zu denken. 

Amazon Gründer Jeff Bezos hat am Dienstag mit seiner Blue-Origin-Rakete einen Ausflug ins All unternommen. Bezos möchte Vorreiter im Weltraumtourismus werden. Sein Flug dauerte elf Minuten und kostete den Amazon-Riesen 28 Millionen Dollar. 

Nun gehen die Diskussionen im Internet los. Auf Twitter haben etliche eine Meinung dazu, wie zum Beispiel ein User der twittert: "Etwa 80% der Menschheit lebt von Gehaltscheck zu Gehaltscheck, von der Hand in den Mund, kämpft um ausreichende Ernährung, darum, einen Arzt aufzusuchen - während die größten Ausbeuter im Weltraum unterwegs sind", oder: "Während eine Mehrheit an allen möglichen Fronten also ums nackte Überleben kämpft, verlässt eine elitäre Minderheit kurzerhand – wenn auch nur kurzfristig – den Planeten", zitierte der "Spiegel" Aron Frank. 

Ö3-Moderator Robert Kratky teilt seine Meinung zu diesem Thema in seinen Instagram Storys und sagt etwa: "Jeff & Co geben für ihre Ausflüge – im Prozentverhältnis ihrer Selfmade-Vermögen – ungefähr gleich viel aus, wie wohl die meisten Normal- und Besserverdiener Österreichs für die Erfüllung von persönlichen Träumen, Extra- Wünschen oder ständigen Hobbys", weiter stellt er die Frage in den Raum: "Wo war denn die aufflammende Empörung bei unserem letzten Einkauf auf Amazon?"

Robert Kratky teilt seine Sichtweise 

"Wir (fast) alle haben diesen Raketen den Treibstoff bezahlt. Und das auch noch völlig freiwillig, bisweilen sogar voller Freude und ohne lange nachzudenken. Können wir jetzt wirklich diesen Leuten vorschreiben oder sie verurteilen, wofür sie ihr eigenes Geld ausgeben?" fragt er seine Instagram-Community. Er führt noch weitere Antworten zu diesem Thema an, vermerkt aber auch: "Sich darüber aufzuregen, dass diese Leute kaum Steuern zahlen und teilweise ihren Reichtum auf dem Rücken ihrer unterbezahlten ArbeiterInnen erwirtschaften, ist absolut angebracht". 

Das regt zum Nachdenken an. Schließlich ist der Amazon Chef nicht ganz ohne Hilfe an die Spitze gelangt. Menschen weltweit nutzen das Unternehmen. Allerdings steht Amazon auch immer wieder wegen seiner Arbeitsbedingungen in der Kritik.

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