Dietrich Mateschitz' neuer Fußballklub RB Leipzig stößt in Deutschland auf Widerstand. Beim ersten Saisonspiel kam es prompt zu Ausschreitungen und Übergriffen auf die Spieler.
Nachdem Red Bull Salzburg bis heute nicht den erhofften Erfolg gebracht hatte, investierte Dietrich Mateschitz abermals Millionen. Er gründete in Deutschland einen neuen Fußballklub. Da in den Namen von deutschen Fußballteams keine Werbung enthalten sein darf, nannte man den Verein RB Leipzig. RB steht dabei für Rasenballsport.
Wie damals in Österreich, als man Austria Salzburg in den Dosen-Verein von heute umwandelte, gibt es derzeit in Deutschlands Fanszene Widerstände. Red Bull würde die Tradition im Fußball zerstören, ist einer der Vorwürfe. Seit Wochen gibt es in Deutschland Proteste gegen RB Leipzig. Beim ersten Spiel des neuen Vereins in Deutschlands fünfter Liga bei der zweiten Mannschaft von Carl-Zeiss Jena schlugen die bislang friedlichen Proteste in Gewalt über.
Polizeieinsatz mit Pfefferspray
Rund 50 Jenaer Krawallmacher versperrten dem Mannschaftsbus der Bullen die Zufahrt zum Stadion in Jena und bewarfen das Gefährt mit Flaschen und Steinen. Die Polizei konnte den Tumult mit dem Einsatz von Pfeffersprays auflösen. Doch am Platz ging es weiter. Die Leipziger Akteure wurden auf das Übelste beschimpft. Sprüche wie "Wir erschießen euch" oder "Tod und Hass dem RBL" machten die Runde.
Zudem wurden die Kicker bespuckt und mit Gegenständen beworfen. Nach dem Abpfiff - das Spiel endete 1:1 - flüchtete das Team vor der tosenden Menge direkt in den Mannschaftsbus und musste mit einer Polizeieskorte in Sicherheit gebracht werden. "Traurig. Ich frage mich, wer den Fußball kaputt macht. Wir, der böse Kommerzverein, oder diese Fans", meinte Leipzig-Kapitän Ingo Hertzsch gegenüber LVZ Online.
MM