Iran-Krise treibt Preise

Krieg lässt jetzt auch Heizölpreise explodieren

Nach Angriffen auf den Iran reagieren viele Österreicher nervös. Kein Wunder: Der Heizölpreis ist um mehr als 20 Prozent gestiegen.
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06.03.2026, 13:19
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Der Krieg im Iran wirkt sich auf uns alle aus – Energiepreise steigen. Besitzer von Ölheizungen werden jetzt auch nervös. Viele wollten unmittelbar nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ihr Heizöllager rasch auffüllen - aus Angst vor weiter steigenden Preisen.

Tatsächlich gab es in den vergangenen Tagen deutlich mehr Anfragen. Gekauft wurde aber nicht immer. "Es hat vielfach Anfragen gegeben, der Preis war teilweise aber schon so hoch, dass viele es dabei gelassen haben und doch nicht zugeschlagen haben", sagt Jürgen Roth, Obmann des Energiehandels in der Wirtschaftskammer in der Kleinen Zeitung.

Experte: Mit dem Kauf warten

Roth rät derzeit zur Ruhe. Aus seiner Sicht könnte sich die Situation auch rasch entspannen. Er geht davon aus, dass der Konflikt in wenigen Wochen vorbei sein wird. Dann dürften sich auch die internationalen Märkte wieder beruhigen. "Wer derzeit nicht dringend Öl braucht, sollte besser bis zum Beginn der Heizsaison warten", sagt Roth.

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Preis um 20 Prozent gestiegen

Die Lage im Iran bleibt jedoch unübersichtlich. Noch hält das stark geschwächte Regime stand. Was im Falle eines Kollapses passiert, ist derzeit ungewiss. Diese Unsicherheit zeigt sich auch an den Börsen. "Wir sind keine direkten Abnehmer des iranischen Öls, aber wir merken, dass die Börsen empfindlich auf die Vorkommnisse reagieren und so der allgemeine Ölpreis steigt", erklärt Roth der Kleinen Zeitung.

Besonders beim Heizöl ist die Entwicklung deutlich spürbar. Laut Roth ist der Preis "binnen weniger Tage demnach um mehr als 20 Prozent gestiegen".

Ein wichtiger Faktor ist auch die Blockade der rund 50 Kilometer breiten Straße von Hormus. Sie gilt als zentrale Route für den internationalen Öltransport. Aktuell springen Reedereien, die die Passage nutzen wollen, reihenweise Versicherungen ab. Die zusätzlichen Kosten geben die Frächter schließlich an die Konsumenten weiter.

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