Noch immer beschleunigen die Spritpreise und steigen weiter. Gestern schien es noch undenkbar, jetzt kratzen sogar in der Stadt die Preise schon an der 2-Euro-Marke. Das sind Höhen, die wir sonst nur von Autobahn-Raststätten kennen.
Zu Mittag auf der Donaustadtstraße (Wien-Donaustadt) zeigte die Anzeige jedenfalls 1,999 Euro für einen Liter Diesel. Einmal Volltanken (60 Liter) kommt hier auf knapp 120 Euro. Für Super wurden zeitgleich 1,789 verlangt.
Bei diesem Preisniveau gab es laut Zeugen keine Kunden an den Zapfsäulen. Später veränderte sich der Dieselpreis erneut, er sank leicht auf 1,959 Euro. Zur Info: Anheben dürfen die Betreiber die Preise nur einmal pro Tag um 12 Uhr, senken jederzeit und auch mehrmals.
Die Preise spielen derzeit wegen der Iran-Krise verrückt. Die Straße von Hormus, die Meeresverbindung, durch die etwa ein Fünftel des global geförderten Öls transportiert wird, ist blockiert. Die Märkte reagieren mit enormen Sprüngen nach oben, ein Ende ist nicht abzusehen.
Eine erste Analyse des ÖAMTC zeigte am Donnerstagnachmittag: Der Dieselpreis ist heute erneut im Schnitt um 5 Cent gesprungen, "die Steigerung ist nicht mehr ganz so steil wie am Vortag", sagt Experte Dominik Graf, "wir erwarten morgen einen Durchschnittspreis bei Diesel für ganz Österreich von etwa 1,80 Euro." Super stieg um etwa 3 Cent an, der Schnitt sollte bei 1,70 Euro liegen.
Noch viel extremer ist die Lage in Deutschland. Hier ist flächendeckend der Spritpreis auf mehr als 2 Euro gestiegen – egal ob für Diesel oder Super.