Koenigsegg aufgetaucht

Krimi um Flitzer von Rennfahrer – Spur nach Österreich

Der verschwundene Koenigsegg von Ex-Formel-1-Star Adrian Sutil tauchte wieder auf und soll an einen Autoliebhaber aus Oberösterreich verkauft werden.
Christian Tomsits
25.05.2026, 17:04
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Na brumm! Wochenlang wurde um den verschwundenen Koenigsegg One:1 von Ex-Formel-1-Pilot Adrian Sutil (43) gerätselt. Der 1.360-PS-Bolide mit 440 km/h Spitzengeschwindigkeit (Schätzwert: zwischen 5 und 7 Millionen Euro) galt als gestohlen, sogar Interpol ermittelte angeblich.

Adrian Sutil (GER/ Williams)
GEPA pictures

Jetzt die irre Wende im Millionen-Krimi: Der seltene Super-Sportwagen tauchte plötzlich in einer Garage im bayerischen Grünwald wieder auf – und dürfte bald durch Österreich rollen. Laut der deutschen "Bild" und "Auto Motor Sport" wurde der sündteure Koenigsegg nämlich gar nie gefladert. Stattdessen wurde das "Hypercar" vom eigentlichen Eigentümer, einer Münchner Leasingfirma, an einen Autoliebhaber aus Oberösterreich verkauft.

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Dabei hatte der Fall international für Schlagzeilen gesorgt. Nach Sutils Festnahme im Dezember 2025 hieß es aus dem Umfeld des ehemaligen Formel-1-Stars noch, russische Söldner der "Wagner-Gruppe" hätten unter Todesdrohungen gleich neun Luxus-Karossen aus einer Garage in Monaco gestohlen – darunter auch den pink verzierten Koenigsegg mit Carbon-Lackierung.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg spürte den seltenen Boliden jedoch in einer Garage in Grünwald (Bayern) auf und überstellte ihn an die Münchner "AIL Leasing". "Dass dieses Auto von Interpol zur Fahndung ausgeschrieben ist, war eine Räuberpistole", stellte der Firmenchef klar – und bestätigte auch den Verkauf nach Oberösterreich.

Gegen Sutil 128 Grand Prix-Starts zwischen 2007 und 2014, kein Podium) laufen indes weiter Ermittlungen. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart verdächtigt den Deutschen, rund 80 Luxusautos womöglich mehrfach an Leasingfirmen in Deutschland, Monaco und der Schweiz verkauft zu haben. Der Schaden soll in die Millionen Euro gehen. Der Ex-Rennfahrer bestreitet sämtliche Vorwürfe. Die Unschuldsvermutung gilt.

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