Tanken wird für viele Autofahrer immer mehr zur Belastung. Laut einer aktuellen Analyse des Linzer IHaM-Instituts sind die Preise für Diesel und Benzin zuletzt massiv gestiegen. Die Folge: Immer mehr Menschen suchen günstigere Alternativen zum Auto.
Besonders auffällig: Bereits 18 Prozent der Autofahrer nutzen häufiger Fahrräder, E-Bikes oder E-Scooter, um sich teure Autofahrten zu sparen. Vor allem in Städten greifen viele lieber zum Roller statt zum Auto.
Auch öffentliche Verkehrsmittel werden stärker genutzt. 17 Prozent steigen öfter auf Bus und Bahn um. Gleichzeitig versuchen viele, ihren Spritverbrauch zu senken - etwa durch langsameres Fahren oder weniger Fahrten. Insgesamt geben 39 Prozent an, wegen der hohen Preise ihr Auto öfter stehen zu lassen.
Die Entwicklung trifft vor allem Haushalte mit kleinerem Einkommen. Fast jeder Zweite mit weniger als 2.000 Euro monatlichem Haushaltseinkommen schränkt Autofahrten ein. Pendler haben dagegen oft kaum Möglichkeiten auszuweichen.
Die Forscher sprechen von einer zunehmenden "Teuerungs-Resignation". Viele Menschen würden die hohen Preise zwar akzeptieren, gleichzeitig aber verstärkt nach günstigeren Wegen im Alltag suchen.