Nach dem enttäuschenden 0:0 im eigenen Stadion gegen den abstiegsgefährdeten FC Augsburg hatte Marcel Sabitzer mit einer offenen Kritik an Trainer Ralf Rangnick für Aufsehen gesorgt. Zu wenig offensive Spieler auf dem Platz und mangelnde Kreativität waren laut dem 24-Jährigen die Gründe für das Ergebnis. Nun revidierte der ehemalige Rapid- und Salzburg-Spieler seine Aussagen.
"Irgendwie fehlen uns ein bisschen die kreativen Momente vorne drin. Wenn man halt mal abzählt, waren nicht allzu viele Offensiven auf dem Platz über lange Strecken. Wir haben viele Spieler, die Kreativität mitbringen. Aber warum die nicht spielen, muss jemand anders beantworten", ließ Sabitzer seinem Frust unmittelbar nach dem Spiel freien Lauf.
Ein eindeutiger Seitenhieb gegen Rangnick und dessen Personalwahl – dennoch betonte Sabitzer, dass es "keinerlei Differenzen mit dem Trainer" gebe. Bei einem Gespräch am Tag nach seiner pikanten Aussage sollen sich die beiden ausgesprochen haben.
Seine Aussagen könne man "in verschiedene Richtungen interpretieren", meinte der ÖFB-Teamkicker (33 Länderspiele/fünf Tore) anschließend. Probleme mit dem Trainer gibt es nicht, man pflegt einen sehr offenen Austausch. "Mir ging es vor allem darum, dass wir insgesamt als Mannschaft zu wenig Kreativität auf den Platz gebracht haben - und da schließe ich mich natürlich mit ein", so der gebürtige Steirer.
Für RB Leipzig kommt Sabitzer in der aktuellen Saison auf vier Tore in 33 Pflichtspieleinsätzen. Die Sachsen liegen trotz des jüngsten Rückschlags gegen Augsburg auf Platz drei der Bundesliga, der Rückstand auf Bayern München und Borussia Dortmund beträgt jedoch neun Punkte. (mag)