Sport

Kritik an unsportlichem Publikum in Rio

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:20

Den Fairplay-Preis wird das Publikum bei den Olympischen Spielen in Rio mit Sicherheit nicht gewinnen. Immer dann, wenn brasilianische Athleten um die Medaillen fighten, wird die Konkurrenz von den Fans gnadenlos ausgepfiffen und mit kollektiven Buhrufen und eindeutigen Handzeichen bedacht. Der Stabhochspringer Renaud Lavillenie vergoß deshalb bei der Siegerehrung bittere Tränen.

Den Fairplay-Preis wird das Publikum bei den Olympischen Spielen in Rio mit Sicherheit nicht gewinnen. Immer dann, wenn brasilianische Athleten um die Medaillen fighten, wird die Konkurrenz von den Fans gnadenlos ausgepfiffen und mit kollektiven Buhrufen und eindeutigen Handzeichen bedacht. Der Stabhochspringer Renaud Lavillenie kämpfte deshalb bei der Siegerehrung mit den Tränen.
Schon während des Wettkampf, bei dem sich Lavillenie mit dem Brasilianer Thiago Braz da Silva matchte, zeigte sich das brasilianische Publikum von seiner grob unsportlichen Seite und brachte den Franzosen so aus der Fassung.

Auch bei der Siegerehrung wurde Lavillenie böse ausgepfiffen und kämpfte auf dem Treppchen mit den Tränen. Er bedankte sich danach beim Publikum mit einem ironisch erhobenen Daumen. Trost fand er nach der beschämenden Zeremonie bei Goldmedaillengewinner da Silva und der Stabhochsprung-Legende Sergej Bubka. 

Pole-vaulter Renaud Lavillenie consoled by Thiago Braz and Sergei Bubka after he was booed at medal ceremony
— IOC MEDIA (@iocmedia)

IOC-Präsident Thomas Bach verurteilte das "schockierende Verhalten des Publikums" als "inakzeptabel bei den Olympischen Spielen".

IOC President Thomas Bach: 'shocking behaviour for the crowd to boo Renaud Lavillenie on the medal podium. Unacceptable at the Olympics'
— IOC MEDIA (@iocmedia)

Pfiffe auch beim Beachvolleyball

Doch es war nicht die erste Entgleisung des brasilianischen Publikums. Auch die Beachvolleyballer machten Erfahrungen der unfairen Art. Dort wurden nach Pfeifkonzerten gegen Konkurrenten der brasilianischen Teams die Stadionsprecher angewiesen, für Ordnung zu sorgen.

 

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