Deutschland verabschiedete sich bereits im Sechzehntelfinale von der WM, blamierte sich in der Nacht auf Dienstag gegen Paraguay im Elfmeterschießen.
Bundeskanzler Friedrich Merz sprach der Elf von Trainer Julian Nagelsmann Trost aus. "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel!", schrieb der bekennende BVB-Fan auf Social Media: "Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch."
Ein Eigentor. Denn von "Einsatz", "Teamgeist" und "Begeisterung" war wenig zu sehen. Entsprechend heftig fielen auf Social Media die Reaktionen auf die Merz-Worte aus. Auch die politische Konkurrenz reagierte mit Spott.
Laut "Bild" war der verunglückte Ursprungs-Post nicht von Merz persönlich. Auf dem Account des 70-Jährigen erschien am Nachmittag jedenfalls ein weiterer Eintrag. "Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott", stellte der Politiker klar.
Deutschland spielte gegen Außenseiter Paraguay zunächst in 120 Minuten 1:1 und verlor im Anschluss das Elfmeterschießen mit 3:4. Jonathan Tah hatte in der Verlängerung vermeintlich noch den 2:1-Führungstreffer erzielt. Doch Schiedsrichter Jalal Jayed nahm das Tor zurück. Paraguay trifft im Achtelfinale am 4. Juli auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden.
Die Deutschen packen die Koffer, lecken einmal mehr die Wunden. Seit dem WM-Titel 2014 scheiterte man zwei Mal in der Vorrunde und nun im Sechzehntelfinale. Coach Nagelsmann ist angezählt.