Kritik von Polizistin wegen Einsatzes gegen Hooligans

Bild: GEPA pictures

Nach den Ausschreitungen von Ajax-Amsterdam-Hooligans im Februar vor dem Europa-League-Spiel gegen Red Bull Salzburg übte eine Polizistin gegenüber dem "ORF" heftige Kritik an der Polizeiführung. Unterstützung bekommt sie von einem Richter, der mit seinem Sohn attackiert wurde.

übte eine Polizistin gegenüber dem "ORF" heftige Kritik an der Polizeiführung. Unterstützung bekommt sie von einem Richter, der mit seinem Sohn attackiert wurde.

Ajax-Anhänger hatten damals in der Innenstadt, am Weg zum Stadion und vor der Arena randaliert. Es gab Verletzte auf beiden Seiten. Die Salzburger Polizeiführung gestand, das Gewaltpotential unterschätzt und zu wenig Beamte im Einsatz gehabt zu haben.

Die Polizei schaute nur zu

Laut der anonymen Polizistin wurden allerdings etliche Dinge vertuscht, die ein schlechtes Licht auf die Einsatzleitung und die Chefetage werfen. So sollen Ajax-Hooligans ohne Konsequenzen geprügelt, sich ohne Eingreifen der Polizei in einem Supermarkt ohne zu zahlen "bedient" sowie Autos vor den Augen der Beamten demoliert haben. 

Der Salzburger Richter Walter Oberascher bestätigte dies. Er und sein Sohn waren selbst Opfer der Hooligans. Die beiden saßen im Auto und wurden von einer Horde belagert, die den Wagen beschädigte. Er sammelt seither Beweise, um die Salzburger Polizei und deren Führung anzuzeigen. Außerdem kritisiert die Polizistin, dass bis heute kein einziger Täter ausgeforscht wurde und auch noch versucht wurde, die Öffentlichkeit gezielt mit falschen Informationen zu füttern.

Landespolizeidirektor überrascht

Überrascht über die Kritik zeigte sich der Salzburger Landespolizeidirektor Franz Ruf: "Ich kann keine große Unruhe feststellen. Manches wird von außen gerne hereingetragen. Die Stimmung in der Polizei ist gut. Wir haben sehr gute Zahlen. Und wenn Herausforderungen eintreten, dann meistern wir diese."

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