Die schrecklichen Schilderungen über Fehlverhalten auf der heurigen Maturareise X-Jam waren DAS Thema in kroatischen Gazetten. In Redaktionen und im Netz wurde zuletzt hitzig diskutiert. Die serbische Zeitung "Republika" titelte gar "Österreicher im Kampf mit Kroaten".
Hintergrund: Sie nahm an, alle Vorwürfe richteten sich ausschließlich gegen Einheimische, befürchtete Einbußen im Tourismus. Fakt ist jedoch: Die einzige Festnahme betraf einen Österreicher. Der 19-Jährige wurde wegen Vergewaltigung inhaftiert.Nach einer Nacht kam der Steirer wieder auf freien Fuß und kehrte heim – sein Fall wurde an österreichische Behörden übergeben.
Alle Enthüllungen zum Thema X-Jam:
Gab es auf Matura-Reise Missbrauch und Schläge?
Übergriffe auf X-Jam: "Security kann eh jeder werden"
Österreicher (19) nach Vergewaltigung auf X-Jam in Haft
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Maturareise: Nach Drink landet Frau auf Intensivstation
Die Frauenhelplinesteht Betroffenen rund um die Uhr mit Rat und Tat zur Seite.
Telefon: 0800222555
Auch die Frauenberatungsstelle hilft
Telefon: 01 523 22 22
E-Mail: [email protected]
www.frauenberatung.at
Die Männerinfo ist telefonisch unter 0720/704400 (Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr) oder per E-Mail an [email protected] erreichbar.
Telefonseelsorge: 142
Weitere Gewalt- und Belästigungsvorwürfe gegen Securitys richten sich mutmaßlich ebenfalls mehrheitlich gegen Österreicher. Ein Drittel der Festival-Mitarbeiter (300) würden laut Veranstalter aus Österreich angeworben – darunter Volonteers, die quasi gratis für "zwei Wochen Party"vor Ort auch Sicherheitsdienste leisten. X-Jam-Chef Alexander Knechtsberger entschuldigte sich am Dienstag, kündigte in einer Stellungnahme "Anzeigen", "eine lückenlose Aufklärung" und eine "Überarbeitung des Sicherheitskonzeptes" der gesamten Veranstaltung an.