1:1! Die WSG Tirol zitterte sich am Sonntag in der 22. Runde der Bundesliga zu einem 1:1 gegen den SK Rapid. Weil Hartberg in letzter Sekunde gegen den spusu SKN St. Pölten den 3:3-Ausgleich kassierte, reichte das Remis den Tirolern zum Einzug in die Meisterrunde. Die Hausherren jubelten. Rapid zog mit hängenden Köpfen vom Platz.
Die Hütteldorfer hatten die Partie dominiert, die Chance ausgelassen, den Rückstand auf Leader Red Bull Salzburg auf vier Punkte (zwei nach der Punkteteilung) zu verkürzen. Aus 19 Versuchen schaut nur ein einziger Treffer heraus: das 1:0 durch Kelvin Arase. Tobias Anselm besorgte den Ausgleich der Hausherren.
Rapid vergab eine Vielzahl großer Torchancen, teils stümperhaft. Eine Tatsache, die Trainer Didi Kühbauer beim Interview nach dem Abpfiff grantig stimmte. "Sky" sagte er: "Ich bin heute echt sauer." Kühbauer erklärte: "Das hätte ein klarer Sieg sein müssen. Das stört mich maßlos, dass wir so fahrlässig mit unseren Torchancen umgegangen sind. Wir müssen uns an der eigenen Nase packen."
Der Coach bekrittelte außerdem, dass seine Angreifer teils zu eigensinnig agiert, besser positionierte Kollegen nicht angespielt hätten.
Ein Vorwurf, den Ercan Kara kurz darauf annahm: "Als Stürmer will man die Tore machen. Im Nachhinein weiß man es immer besser. Vielleicht hätte man abspielen können oder sogar müssen." Der von Teamchef Franco Foda für die WM-Quali erstmals ins Nationalteam einberufene Rapidler hatte die größte Chance auf das 2:1 auf dem Fuß. In der 94. Minute scheiterte der Stürmer gleich doppelt.
Als Gefoulter trat er selbst zum Elfmeter an. Sein Flachschuss in die linke Ecke war zu unplatziert – Ferdinand Oswald parierte. Der Ball sprang zurück zu Kara, der den Volley deutlich über das Tor setzte. "Warum das 1:1? Weil ich den Elfer vergeben habe. Wir haben viele Chancen liegen gelassen.