Mitten im Stadtgebiet von Klagenfurt machten Polizisten bei einer Verkehrskontrolle eine unangenehme Entdeckung. Ein Kastenwagen transportierte zahlreiche Lebensmittel, darunter auch Sushi und Maki. Doch die Kühlung dürfte nicht funktioniert haben.
Die Beamten kontrollierten den Lieferwagen bereits am 27. Mai im Zuge ihres Streifendienstes. Beim Öffnen der Ladefläche fanden sie verschiedene verkaufsfertige und verpackte Lebensmittel in Kisten vor.
Weil den Polizisten die Temperatur im Fahrzeug auffiel, wurde die Filialleiterin der Zielfiliale hinzugezogen. Sie führte eine Messung durch. Das Ergebnis war eindeutig: Im Inneren der Ladefläche herrschten 22,4 Grad.
Besonders brisant: Laut der Filialleiterin hätten die betroffenen Lebensmittel bei lediglich vier Grad transportiert werden müssen.
Zwar war im Fahrzeug ein Kühlgerät eingebaut, dieses dürfte jedoch zu schwach eingestellt gewesen sein oder nicht den vorgeschriebenen Anforderungen entsprochen haben.
Für die Lebensmittel kam jede Hilfe zu spät. Die gesamte Ware wurde von der Zielfiliale sofort entsorgt.
Der Lenker erklärte gegenüber den Beamten, dass er an diesem Tag erstmals für das Unternehmen unterwegs gewesen sei.
"Es sei heute sein Probetag bei der Firma und er kenne sich mit den Vorschriften zum Transport von Lebensmitteln nicht aus."
Die Lieferung war von Graz nach Klagenfurt unterwegs. Der Fahrer wird nun nach dem Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz bei der zuständigen Behörde angezeigt.