Am Sonntag kam es in Oberlienz (Bezirk Lienz) zu schrecklichen Szenen. In einem ausgeschilderten Weidegebiet südlich des Flusses Isel wurde ein einheimisches Ehepaar zur Mittagszeit von einer Kuhherde angegriffen. Dabei kam eine 67-Jährige ums Leben, ihr Ehemann (65) wurde schwer verletzt.
Bereits zuvor kam es an jenem Tag zu einem Angriff auf einen Deutschen (70) und ein weiteres Ehepaar. Als erste Maßnahme soll der Wanderweg an dem Weidegebiet seitens des Tourismusverbandes Osttirol umgeleitet werden. Nun hat sich auch der Bürgermeister von Oberlienz, Markus Stotter, zu Wort gemeldet.
Unter Berufung auf den Ortschef berichtet die "Kleine Zeitung", dass die Kühe auf der Weide nun eingezäunt werden sollen. Weiterhin rätselt man noch über den Auslöser der Angriffe. Laut Stotter sollen die Tiere Sonntagfrüh noch völlig ruhig gewesen sein. Der Bürgermeister hat einen neuen Verdacht.
Demnach könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein Wolf für das unruhige Verhalten der Tiere verantwortlich war. Dazu würden auch Aussagen von Spaziergängern passen, die in diesem Bereich auch aufgescheuchte Rehe beobachtet hätten.
Der schreckliche Tod der 67-Jährigen sei eine Verkettung von Ereignissen gewesen, so Stotter. Es sei "untypisch", dass die Herde so auf Menschen reagiere, auch an Hunde seien die Kühe grundsätzlich gewöhnt.