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Kult-Klub vor dem Ende! Investor leert 1860-Konten

1860 München verabschiedet sich in die Drittklassigkeit. Nun wurden angeblich die Konten leergeräumt, im Klub regiert das Chaos.

Heute Redaktion
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1860 München versinkt im Chaos
1860 München versinkt im Chaos
Bild: Getty

TSV 1860 München - ein Traditionsklub steht vor dem Nichts. Die Zahl im Klubnamen steht für das Gründungsjahr, genauer gesagt die Neugründung. Ursprünglich wurde "Münchens Große Liebe", wie sich der Verein selbst gern bezeichnet, schon 1848 ins Leben gerufen, aber vorübergehend wegen "republikanischer Umtriebe" verboten. Vom einstigen deutschen Meister und Europapokal-Finalisten sind nur mehr Scherben übrig geblieben.

Nach der Niederlage in der Relegation gegen Jahn Regensburg steigen die Bayern in die dritte Liga ab. Schwere Ausschreitungen überschatteten das Abstiegs-Drama, Zuschauer wollten einen Spielabbruch provozieren. 1860 verabschiedet sich blamabel aus der zweiten Liga. 1860-Österreicher Michael Liendl fand passende Worte: "Das Verhalten der Fans war eine Katastrophe in diesem Ausmaß".

Klub-Führung springt ab

Die nächste Katastrophe steht bevor. Die Münchner blicken in eine ungewisse, wohl düstere Zukunft. Was passiert mit Investor Hasan Ismaik? Präsident Peter Cassalette und Geschäftsführer Ian Ayre vertschüssten sich nach der sportlichen Bankrott-Erklärung. Ismaik könnte der nächste sein, der das sinkende Schiff verlässt, und den Verein damit wohl auch in den finanziellen Ruin treiben würde.

Das deutsche Medium "AZ" berichtet bereits von leergeräumten Konten. Spielergehälter seien nicht überwiesen worden. Der Super-Gau! 1860 München treibt führungslos in unbekannte Gewässer. Deutschen Medien ist auch zu entnehmen, dass der Mietvertrag mit Bayern München für die Heimspiele in der Allianz-Arena noch bis 2025 läuft, und jede Menge Geld verschlingt. Zudem muss der Klub auf die deutlich höheren TV-Gelder der zweiten Liga verzichten.

(SeK)