Er prägte mit seinen Kultfilmen wie "Die Royal Tennenbaums" oder "Grand Hotel Budapest" eine ganz besondere, unvergleichliche Filmästhetik. Sein Interesse an Kunst stillt US-Regisseur Wes Anderson nun auch bei einem Wien-Besuch, den er in die Schulferien seiner Tochter Freya gelegt hat. An die heimische Hauptstadt hat er schon lange sein Herz verloren.
Gemeinsam seiner Frau, der libanesischen Schriftstellerin, Kostümbildnerin und Synchronsprecherin Juman Malouf, beehrte der Filmemacher nun die Albertina. Direktor Ralph Gleis und Kurator Christof Metzger führten den 56-Jährigen am 25. Februar durchs Museum.
Anderson interessierte sich vor allem für einige ausgewählte Werke. Besonders angetan hatte es ihm Egon Schieles "Aktselbstbildnis" aus dem Jahr 1910. Der Regisseur ließ sich auch Arbeiten von Gustav Klimt, Albrecht Dürer, Raffaello Santi, Michelangelo Buonarotti und Antonio Pisano/Pisanello zeigen. Ebenfalls bei der Privatführung anwesend war auch der britische Kunsthistoriker Jasper Sharp, ehemaliger Direktor von Phileas: Initiative Phileas – The Austrian Office for Contemporary Art.
2018 kuratierte Anderson sogar eine eigene Schau in Wien: Im Kunsthistorischen Museum holten er und seine Frau sich für die Ausstellung "Spitzmaus Mummy in a Coffin and other Treasures" Kuriositäten aus den Depots. Zu sehen waren damals etwa ein kleiner, 2500 Jahre alter Mäusesarg hinter Glas, in Alkohol eingelegte Laubfrösche und Zeichnungen grotesker Menschenköpfe aus dem 17. Jahrhundert.