Die ersten 103 WM-Spiele verfolgte US-Präsident Donald Trump aus der Ferne, erst zum Finale erschien der Gastgeber persönlich. Der 80-Jährige sah im MetLife Stadium in East Rutherford – hinter Panzerglas versteckt – einen 1:0-Sieg Spaniens gegen Argentinien.
Trump ließ es sich nicht nehmen, Kapitän Rodri nach dem Schlusspfiff den WM-Pokal zu überreichen. So wollte es das FIFA-Protokoll. Doch dann unterlief ihm ein "Hoppala". Eigentlich hätte er die Bühne im Anschluss den jubelnden Spaniern überlassen sollen. Doch Trump genoss den Trubel, schummelte sich auf das Siegerfoto, posierte am rechten Rand.
Fakt ist: Trump wurde in den letzten Wochen zum WM-Fan und will sich mit den USA erneut für die Ausrichtung bewerben. Er habe eine "tolle Idee" für FIFA-Chef Gianni Infantino, sagte der US-Präsident im Gespräch mit Fox Sports: "Wir müssen das noch einmal machen, und zwar solange ich noch da bin. Hast du das gehört, Gianni?"
Die nächste WM findet 2030 in Spanien, Portugal und Marokko statt. Die ersten drei Spiele werden in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausgetragen, um das 100-jährige Jubiläum des Turniers zu feiern. Derzeit diskutiert die FIFA dazu eine Aufstockung von 48 auf 64 Teams. Vier Jahre später ist Saudi-Arabien Gastgeber, die Turniere ab 2038 sind noch nicht vergeben.
Er glaube nicht, "dass es jemals etwas Vergleichbares gegeben hat wie das, was rund um diese Weltmeisterschaft passiert ist", sagte Trump, der eine enge Beziehung zu Infantino pflegt: "Es war wunderschön. Es war einfach wunderbar anzusehen, und ich gebe Gianni wirklich die Anerkennung dafür." Er habe den FIFA-Chef vor der Vergabe dieser Endrunde gewarnt, dass es viele leere Stadien geben könne: "Damit lag ich wohl ziemlich daneben."
Für Aufsehen hatte der US-Präsident schon während des Turniers rund um die Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun gesorgt: Er rief Infantino an und bat nach eigenen Angaben um eine Überprüfung der Roten Karte. Die Disziplinarkommission der FIFA setzte die Sperre zur Bewährung aus.