So hart wie dieses Jahr präsentierte sich der Erzberg beim legendären Rodeo in der Obersteiermark noch nie. Die Trockenheit und der Staub machten den Motocrossern genauso wie die Hitze so richtig zu schaffen. Die neue Streckenführung sorgte für die wenigsten Finisher aller Zeiten. Den Sieg beim "Red Bull Hare Scramble" sicherten sich am Sonntagnachmittag gleich vier Piloten.
So hart wie dieses Jahr präsentierte sich der Erzberg beim legendären Rodeo in der Obersteiermark noch nie. Die Trockenheit und der Staub machten den Motocrossern genauso wie die Hitze so richtig zu schaffen. Die neue Streckenführung sorgte für die wenigsten Finisher aller Zeiten. Den Sieg beim "Red Bull Hare Scramble" sicherten sich am Sonntagnachmittag gleich vier Piloten.
Dabei sah es lange nach einem klaren Favoritensieg aus. Jonny Walker übernahm von Beginn an die Führung und baute seinen Vorsprung durch "Carl´s Dinner" auf zwei Minuten aus. Doch kurz vor Ende des Geröllfeldes kam der KTM-Pilot zu Sturz, Verfolger Graham Jarvis konnte durch die Schlüsselstelle Zeit gutmachen und seinen britischen Landsmann überholen.
Nach über zwei Stunden steckte der Führende im neuen Streckenabschnitt "Killing Leap" fest, die Verfolger Alfredo Gomez, Andreas Lettenbichler und Walker liefen auf den Husqvarna-Piloten auf. Nachdem die Strecke so eng ist, mussten die vier Führenden zusammenhelfen, um das Rennen überhaupt fortsetzen zu können. Mehr und mehr Fahrer schlossen auf und alle mussten zusammenarbeiten.
Teamwork der Motocrosser
Als die Top-Bikes die Schlüsselstelle überwunden hatten, startete das Rennen quasi von vorne, doch die Piloten verabredeten einen Nichtangriffspakt. Vier Fahrer fuhren zeitgleich, warteten aufeinander. Um überhaupt einen Motocrosser ins Ziel zu bringen, wurde das Horror-Teilstück "Lazy Noon" während des Rennens von den Organisatoren gestrichen. Am Ende schafften es vier Piloten knapp zwei Minuten vor Ablauf der Vier-Stunden-Marke, die gleichzeitig den Schlusspfiff markierte, ins Ziel. Den Sieg teilten sich am Ende Jarvis, Gomez, Lettenbichler und Walker.
31 Sekunden später kam auch noch Mario Roman Serrano als fünfter und letzter Pilot ins Ziel. Damit gab es so wenige Finisher wie noch nie am Erzberg. 500 Piloten waren an den Start gegangen.
Disqualifikationen
Der Mitfavorit Teddy Blazusiak war bereits früh nach einem Duell mit Jonny Walker ausgeschieden. Aufgrund der großen Hitze im Höllenritt durch "Carl´s Dinner" nahmen einige die Hard Enduro-Piloten den Helm ab, um nicht zu kollabieren. Doch dies widerspricht dem Reglement des Hard Enduro-Bewerbs. Diese Piloten, darunter der Österreicher Lars Enöckl und der Deutsche Manuel Lettenbichler, wurden noch während des Rennens disqualifiziert.