Eines ist unbestritten: McLaren-Star und Formel-1-Weltmeister Lando Norris meldet sich eindrucksvoll zurück. Der Brite schnappte sich die Pole Position für den Sprint der Formel 1 auf dem Kurs rund um das Stadion der Miami Dolphins, schüttelte WM-Leader Andrea Kimi Antonelli und seinen Teamkollegen Oscar Piastri ab.
Die beiden Aston Martins von Fernando Alonso (21.) und Lance Stroll (22.) konnten keine Rundenzeit fahren, die schnell genug ist, um sich auch tatsächlich für den Sprint zu qualifizieren. Der Rennstall musste daraufhin um eine Ausnahmegenehmigung für eine Starterlaubnis ansuchen – in der Formel 1 allerdings ein Standard-Vorgang.
Kurios wurde es allerdings nach dem Sprint-Qualifying. Da verhängten die Rennkommissare nämlich nachträglich eine Rückversetzung gegen Williams-Pilot Alexander Albon. Der hatte sich eigentlich auf Platz 14 qualifiziert, muss den Sprint am Samstagabend jedoch von Rang 19 aus in Angriff nehmen. Diese Entscheidung trafen die Rennkommissare erst zwei Stunden nach dem Ende des Qualifyings.
Albon hatte bei seiner schnellen Runde im ersten Qualifying-Abschnitt in Kurve sechs die Strecke mit allen vier Reifen innen verlassen. Damit hatte sich der Brite spät noch auf Platz 16 vorgeschoben und den Racing-Bulls-Fahrer Liam Lawson aus den Top-16 verdrängt. Der Williams-Pilot stieg also in den zweiten Qualifying-Abschnitt auf – zu Unrecht, wie sich Stunden später herausstellte.
Leidtragender war nämlich Lawson. Der konnte durch die zu späte Reaktion der Rennkommissare nicht am zweiten Qualifying-Abschnitt teilnehmen. Dass der Neuseeländer nun um einen Platz aufrückt, ist ein schwacher Trost. Dabei hatte das zweite Red-Bull-Team durchaus damit gerechnet, dass Albons Runde gestrichen werden könnte, Lawson saß nämlich auch während des zweiten Qualifying-Abschnitts noch minutenlang in seinem Boliden und hoffte, doch noch mitfahren zu können – vergebens. "Ich kann nicht verstehen, wie so etwas möglich ist", ärgerte sich Lawson.
Albons Tracklimit-Verstoß ist wohl auch deshalb nicht aufgefallen, weil sich der Vorfall an einer ungewöhnlichen Stelle ereignete.