Der Vorsprung für die Wiener SPÖ schmilzt. Laut einer aktuellen W24-Studie, die gemeinsam mit dem IFDD (Institut für Demoskopie und Datenanalyse) erstellt wurde, wird die SPÖ aktuell auf 37 Prozent hochgeschätzt. Bei der letzten Wien-Wahl im Frühjahr 2025 war die SPÖ in Wien auf 39,38 Prozent gekommen. Die Neos erreichen neun Prozent, geben ebenfalls leicht nach.
Für FPÖ-Wien-Landesparteisekretär Michael Stumpf ist das Ergebnis ein Auftrag zum Handeln. "Ludwig darf sich nicht länger an die Macht klammern. Wenn seine Koalition offenbar nicht mehr von einer Mehrheit der Wiener unterstützt wird, dann soll er den Weg für Neuwahlen freimachen", meint Stumpf.
Er sieht im Ergebnis ein Signal der Bevölkerung. "Die Menschen in Wien wollen eine echte Kurskorrektur und keine müde Fortsetzung dieses gescheiterten Systems. Ludwig muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass seine Koalition den Rückhalt verloren hat", erklärt er.
Auch inhaltlich übt die FPÖ scharfe Kritik an der Stadtregierung. Stumpf spricht von "rot-pinker Belastungspolitik, Sicherheitschaos und ideologischer Klientelpolitik". "Michael Ludwig ist gut beraten, die Realität anzuerkennen und den Weg für Neuwahlen freizumachen." Das ist aber unwahrscheinlich – gewählt wurde erst vor einem Jahr. Für die Umfrage wurden 1.000 Wahlberechtigte ab 16 Jahren im Zeitraum von 23. bis 26. März befragt.