Ein Hauch der längst vergangenen glorreichen Zeiten wird am Freitag über den Sportclub-Platz wehen, wenn die Dornbacher den italienischen Vizemeister AS Roma empfangen. Beim Sportklub-Coach Kurt Jusits steigt die Vorfreude, der älteste noch bestehende Sportplatz Österreichs wird mit annähernd 7.000 Zuschauer ausverkauft sein.
Ein Hauch der längst vergangenen glorreichen Zeiten wird am Freitag über den Sportclub-Platz wehen, wenn die Dornbacher den italienischen Vizemeister AS Roma empfangen. Beim Sportklub-Coach Kurt Jusits steigt die Vorfreude, der älteste noch bestehende Fußballplatz Österreichs wird mit annähernd 7.000 Zuschauer ausverkauft sein. "Das ist wie ein Traum für uns", so Sportklub-Coach Kurt Jusits im "Heute.at"-Talk.
Möglich wurde das Gastspiel des dreimaligen italienischen Meisters, da die Roma zum zehnten Mal in Folge auf Trainingslager im steirischen Bad Waltersdorf weilt, am Abreisetag noch das Gastspiel beim Sportklub mitnimmt. Für den italienischen Kultklub ein angenehmer Test nach der Amerika-Tour vor dem Saisonstart am Wochenende. Für den Sportklub etwas ganz Besonderes.
Rund 1.000 Tifosi begleiteten ihre Roma ins Trainingslager nach Bad Waltersdorf. Viele lassen sich das Gastspiel in Hernals nicht entgehen. Auf dem TV-Kanal der Römer wird das Spiel live übertragen. 7.000 Fans werden für Gänsehaut-Stimmung sorgen, genauso wie die lebende Roma-Legende Francesco Totti. "Wir sind nicht angespannt, aber die Vorfreude ist riesengroß. So etwas gibt es nicht alle Tage", kann es Sportklub-Coach Jusits kaum erwarten.
"Nicht höher als 0:4"
Dabei hat der Ostligist gegen Totti, de Rosse und Co. hoch gesteckte Ziele: "Wir wollen uns schon dagegenstemmen, sie werden mehr Spielanteile haben." Trotzdem kann Jusits dem Test gegen dem übermächtigen Gegner Nützliches für die schweren Aufgaben in der Regionalliga abgewinnen: "Wir müssen uns defensiv gut verhalten, wollen so lange wie möglich kein Gegentor bekommen."
Mit einem Spaziergang der Roma rechnet der Sportklub-Coach aufgrund des bevorstehenden Saisonstarts in Italien nicht: "Es wird eine sehr schwere Aufgabe für uns. Sie werden das Tempo hochhalten. Roma-Trainer Rudi Garcia wird schon wissen, was er tut." Seinem Team hat Jusits auch ein Ergebnis-Ziel gesteckt: "Höher als 0:4 oder 1:5 will ich nicht verlieren, auch wenn wir etwas durchwechseln."
"Belohnung für junge Spieler"
Trotz des Schlagerspiels weiß Kurt Jusits, worauf es im täglichen Brot Ostliga ankommt: "Ziel sind drei Punkte gegen die Admira Amateure am Montag und dass alle Spieler gesund aus dem Spiel rauskommen." Rund eine Stunde soll der erste Anzug am Werk sein, danach will Jusits durchrotieren: "Wir werden 22, 23 Spieler einsetzen, wollen dem ganzen Kader die Chance geben, sich zu zeigen."
Ein besonderes Zuckerl gibt´s für die Nachwuchsspeiler der Hernalser: "Wir haben aus der U18 und der 1b-Mannschaft sechs talentierte Nachwuchsspieler ausgewählt, die es sich unserer Meinung nach verdient haben, zum Einsatz zu kommen. Leider konnten wir nur drei mitnehmen, diese Plätze wurden unter den Kandidaten verlost. Das ist nichts Alltägliches für die Spieler." Für die "Erste" sind die Talente trotzdem noch kein Thema: "Vielleicht in einem halben Jahr."
"Totti ist eine lebende Legende"
Besonders beeindruckt ist Jusits von "Il Capitano" Francesco Totti. Mit 13 kam der gebürtige Römer zum Traditionsklub, absolvierte in einem Vierteljahrhundert 560 Liga-Spiele für die Roma, traf dabei 235 Mal. "Er ist das Markenzeichen, das Aushängeschild des Vereins. Eine lebende Legende. So etwas gibt es im Profifußball sehr selten. Seit dem Nachwuchs bei dem Verein. Alle verbinden ihn mit Rom", kommt Jusits ins Schwärmen.
Aber auch Herbert Prohaska und Michael Konsel sind untrennbar mit der Roma verbunden. Beide haben sich für den Schlager am Sportclub-Platz angesagt. Bei dem Jusits auch hofft, dass die Mannschaft besser als beim letzten Meisterschaftsspiel in die Partie startet: "Die ersten 50 Minuten waren nicht gut, die letzten 40 ein Genuss. Das ist aber zu spät gekommen." Vielleicht kommt die starke Sportklub-Phase gegen die Roma am Freitag schon früher.