"Wendepunkt" in Sicht – Oster-Appell von Kurz an alle

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist von einem "Wendepunkt im Mai" überzeugt.
Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist von einem "Wendepunkt im Mai" überzeugt.HANS PUNZ / APA / picturedesk.com
Am Samstag meldete sich Bundeskanzler Sebastian Kurz mit einer Oster-Rede an die Nation. Zwischen den Zeilen waren auch Misstöne zu vernehmen. 

Auch 2021 steht das Osterfest im Schatten der Coronavirus-Pandemie. Große Familientreffen müssen im Osten und sollen im Westen ausbleiben. Nach Bundespräsident Alexander Van der Bellen richtete sich am Samstag auch Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) mit einer Oster-Botschaft in die Bevölkerung. 

In dem rund fünf Minuten langen Clip referiert der Bundeskanzler über den Impffortschritt im Lande und verspricht, dass jeder Impfwillige in den nächsten 100 Tagen ein Angebot für die Erstimpfung erhält. Eine nationale Zulassung des russischen Sputnik-V-Impfstoffes könnte dieses Versprechen sogar beschleunigen, ist Kurz überzeugt. Optimistisch stimmt den Kanzler auch das breite und niederschwellige Testangebot in Österreich. Er appelliert an die Bevölkerung, dieses kostenlose Testangebot auszunutzen. 

Kritik an Impfstoff-Lieferanten

An einigen Passagen sind allerdings auch Misstöne zu vernehmen. Denn obwohl Österreich laut Kurz beim Impffortschritt zu den Top-10-Ländern Europas und Top-20 der ganzen Welt gehöre, spart er nicht mit Kritik an den Impfstofflieferanten. Denn diese Kennzahlen nennt Kurz, "obwohl manche Pharmakonzerne nur 50 Prozent von dem liefern, was mit der EU vertraglich vereinbart ist". 

Der Impfplan sieht hierzulande vor, dass im April die über 65-Jährigen und im Mai die über 50-Jährigen gegen das Coronavirus geimpft werden sollen. Eine Öffnung für alle Altersgruppen soll dann im Juni erfolgen. Idealerweise sind dann bis zu den Sommerferien alle Impfwilligen mindestens einmal gegen das Virus geimpft. Das primäre Ziel sieht der Kanzler nach wie vor im Verhindern einer Überlastung des Gesundheitssystems. Regional gebe es unterschiedliche Maßnahmen, spielte er auf den Oster-Lockdown im Osten an.

"Wendepunkt im Mai"

Klar ist für Kurz aber auch, dass es keine weiteren Totallockdowns geben soll. Man werde versuchen "mit den bestehenden Maßnahmen auszukommen", kündigt er an. Gleichzeitig erklärt der 34-Jährige aber, dass eine "fordernde und schwer vorhersehbare Zeit" vor uns liege. Auf Grund des Impffortschritts erhofft sich der Regierungschef einen "Wendepunkt" im Mai, wenn vor allem die ältere Bevölkerung durchgeimpft ist. 

"Bis es soweit ist, müssen wir die Dinge hinnehmen, die wir nicht ändern können. Ganz gleich ob es ständig neue Mutationen sind, oder Impfstoffe, die, obwohl vertraglich zugesichert, nicht geliefert werden", schwört der Kanzler die Bevölkerung auf die kommenden Wochen ein. 

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