Kurz stellt klar, was er von Arbeitslosen verlangt

Bundeskanzler Sebastian Kurz im Servus-TV-Talk mit Michael Fleischhacker
Bundeskanzler Sebastian Kurz im Servus-TV-Talk mit Michael FleischhackerServus TV
"Wer gesund ist, der muss auch arbeiten gehen", erklärte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei Servus TV zum Thema Arbeitslosigkeit.

Bundeskanzler Sebastian Kurz  war am Sonntagabend zu Gast bei Servus TV. Großes Thema war natürlich die Corona-Krise. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben", betonte der 35-Jährige. Die Testpflicht an den Schulen verteidigte er. Auch erklärte der ÖVP-Chef in welchen Bereichen es zu Verschärfungen kommen kann, "Heute" berichtete.

Steuerlast senken

Zu Thema Arbeitsmarkt meinte der Kanzler: "Corona hat uns Unsummen gekostet, das Wichtigste ist, dass wir aufholen, indem wir wachsen. Wir werden die Steuerlast senken, um eine wirtschaftliche Boom-Phase zu unterstützen – und, dass arbeitenden Menschen mehr zum Leben bleibt."

"Wer gesund ist, muss auch arbeiten gehen"

Arbeitsminister Martin Kocher kündigte für den Herbst eine Reform an. Seit einigen Tagen werden immer wieder Verschärfungen beim AMS diskutiert. "Jeder der gesund ist, soll arbeiten gehen. Wir müssen das als Gesellschaft klar von den Menschen einfordern. Wer gesund ist, der muss auch arbeiten gehen. Das ist sicher etwas, das wir in einer starken Vehemenz als Bundesregierung einfordern werden. Nur so können wir unsere hohen Standards, wie etwa im Bildungsbereich weiterhin leisten", so Kurz.

Es gebe derzeit laut dem Kanzler über 100.000 offene Stellen. Er nahm dabei vor allem die jungen Leute in die Pflicht: "Ältere Menschen, die ihr Leben lang hart gearbeitet haben, haben unser Land groß gemacht. Wenn offene Stellen vorhanden sind, muss der Job angenommen werden. Unser Land funktioniert nur, weil jene die können, arbeiten gehen."

Die Corona-Zahlen steigen aktuell rasant an. Am Mittwoch berät die Regierungüber das weitere Vorgehen, "Es ist absolut unser Ziel, keinen generellen Lockdown mehr durchzuführen. Mir ist die Impfung lieber als der Lockdown", betonte Kurz. Ausschließen kann er ihn aber nicht: "Ich bin niemand, der die Bevölkerung anlügt. Niemand kann vorhersagen, wie der Herbst oder der Winter wird."

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