Klimachaos

La Niña schwach – Klimabedingungen bleiben neutral

Die Wahrscheinlichkeit für eine neutrale Klimaphase steigt, ein starker El Niño könnte aber bereits ab 2026 wieder globale Wetterextreme fördern.
Newsdesk Heute
03.03.2026, 18:28
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La Niña, das Gegenstück zu El Niño, fällt heuer laut Weltwetterorganisation (WMO) eher schwach aus. Wie sn.at berichtet, rechnet die WMO von März bis Mai mit einer 60-prozentigen Wahrscheinlichkeit für neutrale klimatische Bedingungen. Die Chance, dass sich in dieser Zeit eine La-Niña-Phase entwickelt, liegt nur noch bei 30 Prozent. Für eine El-Niño-Phase sind es gar nur zehn Prozent.

Zwischen April und Juni steigt laut WMO-Berechnungen die Wahrscheinlichkeit für eine neutrale Phase sogar auf 70 Prozent. Im Zeitraum von Mai bis Juli sinkt sie wieder auf 60 Prozent. Gleichzeitig steigen die Chancen für einen neuen El Niño in diesen Monaten auf 40 Prozent.

Die Nationale Ozean- und Atmosphärenbehörde (NOAA) in den USA geht davon aus, dass zwischen Juli und September 2026 mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 bis 60 Prozent ein neuer El Niño entstehen könnte. Die WMO kündigte am Dienstag an, die Entwicklung in den kommenden Monaten weiterhin "sorgfältig" zu beobachten.

Der letzte El Niño in den Jahren 2023 und 2024 war laut WMO "einer der fünf stärksten seit Beginn der Aufzeichnungen" und hat die Auswirkungen der menschengemachten Klimakrise noch verstärkt. Dadurch wurde 2024 zum heißesten Jahr seit Beginn der Messungen.

El Niño sorgt für einen Dominoeffekt bei Temperaturen und Niederschlägen auf der ganzen Welt. In Südostasien, Australien, im Süden Afrikas und im Norden Brasiliens kommt es meist zu mehr Trockenheit. Am Horn von Afrika, im Süden der USA, in Peru und Ecuador werden hingegen stärkere Niederschläge gemessen.

Die WMO betont, dass sowohl El Niño als auch La Niña in Wechselwirkung mit dem Klimawandel stehen. "Der die globalen Temperaturen langfristig erhöht, extreme Wetter- und Klimaereignisse verschärft und sich auf saisonale Niederschlags- und Temperaturmuster auswirkt." Laut WMO-Chefin Celeste Saulo seien daher Vorhersagen zu extremen Wetterbedingungen besonders wichtig. Mit rechtzeitigen Vorkehrungen könnten Schäden in Millionenhöhe verhindert und Menschenleben gerettet werden.

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