Lärm-Ärger im Gemeindebau – Wienerin platzt der Kragen

Die alteingesessene Mieterin hat die Nase voll. (Symbolfoto)
Die alteingesessene Mieterin hat die Nase voll. (Symbolfoto)Google Maps / Unsplash
Im Theodor-Körner-Hof in Wien hängt der Haussegen schief. Eine Mieterin ist nervlich am Ende. Das Problem: Lärmende Nachbarn rauben ihr den Schlaf.

Der Gemeindebau in Margareten hat bereits in der Vergangenheit für Schlagzeilen gesorgt. Im Innenhof stapelten sich im Frühjahr regelrechte Müllberge. Die Anrainer sahen sich mit einer Rattenplage konfrontiert – "Heute" berichtete. Auch Tauben setzten der Gemeindebau-Idylle im Herzen Wiens zu. Nun hängt auch noch der Haussegen unter den Nachbarn schief. In einer Stiege sollen neue Mieter einer älteren Dame den Schlaf rauben. Sie selbst ist mit ihren Nerven am Ende. "Ich kann nicht mehr schlafen, werde regelmäßig mitten in der Nacht von Lärm und Partys aufgeweckt", wütet sie im "Heute"-Talk.

Stress im Gemeindebau: Mieterin geht auf Müllsünder los

Drogenkonsum im Stiegenhaus

Gesprächsversuche seien laut der Altmieterin ins Leere gegangen. Die Feiern bis in die frühen Morgenstunden hätten trotz allem nicht aufgehört. Ihr Verdacht: "Der dubiose Mann hat womöglich die Wohnung illegal untervermietet. Wie sonst soll man sich die vielen Männer erklären, die ständig rein und rausgehen." Auch Cannabis soll im Stiegenhaus schon konsumiert worden sein: "Ich nehme Geruch ja wahr, das alles ist mittlerweile ein Wahnsinn." Schließlich sah sich die alteingesessene Gemeindebaubewohnerin gezwungen Wiener Wohnen zu kontaktieren. Doch auch das habe an den Missständen bis dato nichts geändert.

Beschwerden seit Ende Oktober

"Heute" fragte bei Wiener Wohnen genauer nach, was es mit den Nachbarschaftsproblemen und den Anschuldigungen auf sich hat. Ein Sprecher erklärte im Talk, dass die 43 Quadratmeter große Wohnung seit Ende Juli neu vermietet sei, Hinweise auf eine Untervermietung könne man allerdings nicht bestätigen. Ende Oktober habe es jedenfalls die erste Lärmbeschwerde gegeben.

Mieter nach Beschwerden verwarnt

"Wir haben daraufhin sofort reagiert, weil uns die Einhaltung der Regeln für ein gutes Miteinander ein besonderes Anliegen sind", heißt es in einer Stellungnahme. Der Mieter wurde zudem verwarnt und auf die unbedingte Einhaltung der Hausordnung verwiesen. Wichtig sei es jedoch beim Verdacht auf Drogenkonsum oder übermäßige Lärmerregung die Polizei zu alarmieren: "Nur die Behörde kann zeitnah einschreiten." Das Nachbarschaftsservice "wohnpartner" soll jetzt jedenfalls weitere Schritte für ein gutes Zusammenleben im betroffenen Stiegenhaus setzen. Ob das gelingen wird, bleibt abzuwarten. 

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