Sport

Lager gespalten! Salzburg-Fans pfeifen eigene Fankur...

Heute Redaktion
14.09.2021, 13:32

Das letzte Saisonspiel sollte zur großen Party für Red Bull Salzburg werden. Doch davon war wenig zu spüren, das Fan-Lager ist wegen des Protests um den Meisterstern gespalten.

Das letzte Saisonspiel sollte zur großen Party für werden. Doch davon war wenig zu spüren, das Fan-Lager ist wegen des Protests um den Meisterstern gespalten.

Rund 14.000 Zuschauer sollen angeblich beim gewesen sein. Eine wohl äußerst optimistische Schätzung des Veranstalters. Es war ein eher trauriges Bild, welches sich da den Meisterkickern von Salzburg bot. Wenig Stimmung von den schwach besetzten Rängen und eine halbleere Fantribüne, vor der ein riesiges Transparent mit der Aufschrift "Gebt Salzburg den Stern und wir geben euch unsere Stimmen" hing. Es gab schon stimmungsvollere Meisterfeiern.

Doch zumindest ein Teil der schlechten Stimmung - das Desinteresse der Salzburger an Red Bull trotz der großen nationalen Erfolge erklärt dies nicht - hat einen Grund. Bekanntlich protestieren die Fans gegen die Entscheidung der Klubführung. Eigentlich wäre es erlaubt, dass Salzburg einen Stern im Klublogo anbringt, da der Klub insgesamt zehnmal Meister wurde. Da drei Titel aber vor der Red-Bull-Ära geholt wurden, verzichten die Verantwortlichen auf den Stern. Der Klub distanziert sich ja prinzipiell von seiner violetten Vergangenheit.

Uneinigkeit in der Fankurve

Das passt den Anhängern in der Kurve nicht. Schon beim Auswärtsspiel in Grödig verweigerten die mitgereisten Fans den Support und brachten ein Transparent mit der Aufschrift "Kein Stern? Wir sind sprachlos" am Zaun an. Allerdings stehen hier anscheinend einige wenige Fans mit ihrer Meinung alleine da. Als während des Matches gegen den WAC der Chant "Den Meisterstern, den wollen wir..." angestimmt wurde, ernteten die Stern-Befürworter Pfiffe von den Salzburg-Anhängern auf den anderen Tribünen.

Auch innerhalb der Fankurve hielten sich nicht alle an die Ankündigung zu schweigen. So wurde das Tor gefeiert und es gab Jubel sowie Sprechchöre während der Meisterteller-Übergabe. Der sogenannte organisierte Support steckt in Salzburg offensichtlich noch in den Kinderschuhen. Es herrscht keine Einigkeit in der sonst eigentlich unkritischen Fanszene. Jetzt ist aber ohnehin Sommerpause. Also genug Zeit den Ärger verrauchen zu lassen und zur Beruhigung sich selbst einen Stern aufs Trikot zu nähen.

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