Deutschland hat den vierten WM-Titel eingefahren, den ersten seit 1990. Und genauso lange träumt Philipp Lahm bereits vom WM-Titel. Mit dem Final-Erfolg gegen Argentinien hat sich nun der Kindheitstraum erfüllt: "Die erste WM, die ich miterlebt habe, war 1990 und seitdem träume ich vom Titel", so der deutsche Kapitän zum ganz großen Coup des deutschen Teams.
eingefahren, den ersten seit 1990. Und genauso lange träumt Philipp Lahm bereits vom WM-Titel. Mit dem Final-Erfolg gegen Argentinien hat sich nun der Kindheitstraum erfüllt: "Die erste WM, die ich miterlebt habe, war 1990 und seitdem träume ich vom Titel", so der deutsche Kapitän zum ganz großen Coup des deutschen Teams.
Entscheidend war für den 30-Jährigen die Bereitschaft im Team, alles für den Triumph zu geben: "Es zeichnet die Mannschaft aus, dass wir die beste Mannschaft haben. Wir haben uns nicht irritieren lassen und jetzt stehen wir als Weitmeister da." Dass Deutschland überdies hinaus noch Geschichte geschrieben hat, ist für den Rechtsverteidiger noch das Salz in der Suppe: "Noch dazu als erstes europäisches Team in Südamerika zu gewinnen. Unglaublich."
Neuer: "Ganz Deutschland ist Weltmeister!"
Auch Manuel Neuer, der zum besten Torhüter des Turniers gewählt wurde, stellte die Teamleistung in den Vordergrund: "Wir sind genau deshalb Weltmeister geworden, weil der Zusammenhalt im Team da war. Jeder hat dieses Ziel erreichen wollen. Wir haben ein paar Rückschläge einstecken müssen. Aber wir haben es geschafft." In der Stunde des größten Triumphs dachte der weltbeste Keeper auch an die Verletzten: "Die Benders, Marco Reus. Sie alle sind Weltmeister. Ganz Deutschland ist Weltmeister. Jetzt werden wir jeden Tag mit einem Grinsen aufstehen."
Auch Bastian Schweinsteiger war aus dem Häuschen: "Wir genießen den Moment unglaublich. Danke an ganz Deutschland für die Unterstützung, wir haben sie hier in Brasilien stets gespürt." Verteidiger Boateng ist ähnlicher Meinung: "Das Gefühl ist Freude pur. Ganz Deutschland ist stolz auf uns. Wir haben gewusst, dass es nicht so wie gegen Brasilien laufen wird. Wir hatten mehr Luft, deshalb wusste ich, dass wir es noch schaffen."
Bundestrainer Löw: "Sieg für die Ewigkeit"
Joachim Löw hob vor allem die Harte Arbeit der letzten Jahre hervor : "Es war uns immer klar, dass Argentinien alles mobilisieren wird in so einem Finale. Es war ein hartes Stück Arbeit. Die Spieler sind weit über die Grenzen gegangen. Sie haben so viel gegeben wie noch nie, um das zu holen, das sie noch nie hatten. Wir sind jetzt seit 55 Tagen zusammen, aber die Arbeit hat schon vor zehn Jahren begonnen mit Jürgen Klinsmann. Das waren zehn Jahre voller harter Arbeit. In diesen Jahren sind wir immer besser geworden.
Der Bundestrainer hob aber auch den Teamgeist seiner Mannschaft hervor: " Das war ein unglaublicher Teamgeist, eine verschworene Einheit, die alles gegeben hat für diesen Titelgewinn. Dieser Sieg war einfach fällig. Das ist jetzt eine Sache für die Ewigkeit. Wir haben es hier im Fußballtempel Maracana als erste Europäer geschafft, den Titel in Südamerika zu gewinnen. Diese Mannschaft ist noch jung und noch lange nicht am Ende. Ich habe noch Vertrag und ich glaube, dass nichts dagegen spricht, dass ich als Bundestrainer weitermache."
Enttäuschte Argentinier
Argentiniens Teamchef Sabella war hingegen enttäuscht: "Ich bin sehr traurig, dass wir, die WM zu gewinnen, aber auch stolz auf die Mannschaft, für das Spiel, das sie abgeliefert hat. Ich muss meinen Spielern gratulieren, sie haben das ganze Land stolz gemacht mit dem Einsatz, den sie gezeigt haben und dem Turnier, das sie gespielt haben."